Finanziell steht Bayern München blendend da, doch Uli Hoeneß plant den nächsten Coup. Der Präsident will einen dritten Gesellschafter ins Boot holen. Billig wird der Einstieg beim Rekordmeister nicht.
Beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München steht möglicherweise der Einstieg eines weiteren Großinvestors bevor. "Es könnte sein, dass demnächst noch jemand in gleicher Größenordnung hinzukommt. Dann hätten wir die Allianz Arena sofort abbezahlt", sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß auf dem Wirtschaftsforum der Wochenzeitung "Die Zeit" in Hamburg. Denn für seine Anteile an der FC Bayern AG müsste der neue Investor laut Hoeneß "mehr als 100 Millionen Euro" zahlen.
Wie die bisherigen Partner, die Sportartikelfirma adidas und der Automobilhersteller Audi, müsste der neue Investor einen Anteil von neun Prozent übernehmen, fügte der 60-Jährige vor mehr als 400 Gästen aus der Wirtschaft hinzu. Namen nannte der Welt- und Europameister Hoeneß nicht, er steckte aber die Rahmenbedingungen des Deals ab: "Es muss auf jeden Fall ein deutsches Unternehmen sein. Und jemand, der sich total identifiziert".
Ein derartiger Finanz-Coup wäre für ihn ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere beim FC Bayern München. "Alles, was ich bin, habe ich dem Verein zu verdanken", betonte Hoeneß. Und ergänzte: "Chef des FC Bayern München zu sein, das ist der schönste Job der Welt."
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