Für Gas und Strom
Tipps und Wege zum günstigsten Anbieter
Besonders Strom wird im nächsten Jahr um einiges teurer. Durch einen Anbieterwechsel können Verbraucher teils erheblich Kosten sparen - die wichtigsten Tipps zum Preisvergleich im Überblick.
Wie finde ich den günstigsten Anbieter?
<a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="http://www.n24.de/nachrichten/wirtschaft/rechner/tarifrechner_1/energie.html" xlink:show="new" xlink:type="simple">Kostenlose Preisvergleiche</a> finden sich im Internet. Zur Berechnung einer Liste mit den günstigsten Tarifen genügen der Jahresverbrauch in Kilowattstunden, abzulesen auf der jüngsten Strom- oder Gasrechnung, und die Postleitzahl. Die Häkchen bei den Voreinstellungen wie "Bonus berücksichtigen" sollten weggeklickt werden, sonst zahlen bequeme Kunden im zweiten Vertragsjahr oft drauf.
Auf welche Kriterien muss ich achten?
Wichtige Kriterien für faire Strom- und Gastarife sind eine monatliche Zahlungsweise, kurze Kündigungsfristen und eine Preisgarantie, die genauso lang wie die Mindestvertragslaufzeit ist oder länger. Der Vergleichsrechner listet die verschiedenen Angebote vom billigsten bis zum teuersten Anbieter auf. Abzuraten ist von Vorkasse, Pakettarifen, bei denen bei geringerem Verbrauch kein Geld zurückerstattet wird, einer kurzen Preisgarantie und langen Kündigungsfristen.
Wie schnell komme ich aus meinem Vertrag heraus?
Wer von seinem Anbieter ein Schreiben über eine Preiserhöhung erhält, hat in der Regel das Recht zur sofortigen Kündigung. Das muss möglichst bald nach Erhalt der Information erfolgen. Auch ohne Preiserhöhung ist der Wechsel möglich: Grundversorgungstarife können mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende gekündigt werden. Oft finden sich aber auch Tarife mit Kündigungsfristen von bis zu drei Monaten.
Wie wechsle ich am bequemsten?
Am einfachsten ist es, dem neuen Anbieter eine Vollmacht zu erteilen. Dieser erledigt meist die Kündigung und alle Formalitäten. Bei Kündigung wegen Preiserhöhung gilt der alte Tarif, bis der Wechsel perfekt ist.
Wie lange dauert der Anbieterwechsel?
Es darf maximal nur drei Wochen dauern, bis der neue Anbieter Strom liefert. Die Frist beginnt, wenn der neue Lieferant den Wechsel des Kunden beim Netzbetreiber anmeldet. Die Versorgung kann dann an jedem beliebigen Werktag beginnen.
Wie lange sollte ich mich an den neuen Anbieter binden?
Je kürzer desto besser. Da die Strompreise in Bewegung sind, empfehlen Verbraucherschützer eine Vertragslaufzeit von höchstens einem Jahr. Die Kündigungsfrist sollte nicht mehr als einen Monat betragen.
Was passiert beim Wechsel konkret?
Der Strom kommt auch nach dem Anbieter-Wechsel vom örtlichen Versorger, die Zähler bleiben die alten. Der neue Anbieter stellt den Strom weiter in das allgemeine Netz ein und zahlt dem lokalen Versorger eine Gebühr für den Transport bis in den Haushalt. Die Gefahr, ohne Strom dazustehen, gibt es auch bei einer Pleite des neuen Versorgers nicht. Der lokale Versorger ist gesetzlich verpflichtet, alle Haushalte zu versorgen - auch wenn sie nicht mehr Vertragspartner sind.
Kann ich auch 100 Prozent Ökostrom oder klimaneutrales Gas bekommen?
Ja. Es gibt zahlreiche Ökostrom-Anbieter. Verbraucherschützer warnen aber, dass manche Firmen ihren ohnehin produzierten Strom aus Wasserkraft teurer mit dem Öko-Etikett verkaufen. Wer etwas für die Umwelt tun will, sollte Anbieter wählen, die in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren und deren Tarif konventionellen Strom vom Markt verdrängt. Gaskunden bekommen bei einem Klimatarif weiterhin fossiles Erdgas, der Anbieter unterstützt aber Klimaprojekte, um den CO2-Ausstoß auszugleichen. Für klimaneutrale Gastarife gibt es aber noch keine unabhängigen Gütesiegel.