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Foodwatch-Klage Unilever gewinnt im Margarine-Streit

Lebensmittelkonzern Unilever bezeichnet die Margarine "Becel pro.activ" als cholesterinsenkend. Foodwatch behauptet, der Butterersatz sei schädlich. Vor Gericht scheiterten die Verbraucherschützer.

Der Nahrungsmittelkonzern Unilever darf weiter behaupten, es gebe keine Hinweise auf mögliche Gesundheitsrisiken seiner cholesterinsenkenden Margarine "Becel pro.activ". Das entschied die Pressekammer des Hamburger Landgerichts. Die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte Unilever vorgeworfen, Nebenwirkungen der mit Pflanzensterinen angereicherten Margarine zu verschleiern.

Unilever hatte in einer Pressemitteilung erklärt, aus wissenschaftlicher Sicht gebe es keinen Hinweis, dass der Verzehr Pflanzensterin-angereicherter Produkte mit Nebenwirkungen in Verbindung zu bringen sei. Diese Aussage wertete das Gericht als Meinungsäußerung - und nicht als Tatsachenbehauptung. "Das Gericht hat aber nicht darüber entschieden, ob die betroffene Margarine schädliche Nebenwirkungen hat oder nicht", betonte Gerichtssprecher Conrad Müller-Horn.

Foodwatch beklagte, das Gericht habe die Behauptungen von Unilever "gar nicht erst einem Faktencheck unterzogen". "Das Abstreiten von wissenschaftlichen Hinweisen auf Nebenwirkungen ist Humbug, aber Unilever darf diesen Humbug weiter verbreiten", sagte Sprecher Martin Rücker. Er forderte einen Verkaufsstopp von "Becel pro.activ", bis die Sicherheit belegt sei. "Nach diesem Urteil müssen die Verbraucher nicht weniger besorgt sein, sondern sie müssen genauso viele Zweifel haben wie zuvor, wie es um die Sicherheit dieses Produkts bestellt ist." Die Organisation will nun prüfen, ob sie in Berufung geht.

Unilever sprach dagegen von einem "guten Tag für die Verbraucher" und warf Foodwatch eine "Schmierenkampagne" vor. "Becel pro.activ" könne dazu beitragen, einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken - und damit einen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.

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