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IW-Studie Energiewende trifft Arme härter

Die Kosten für die Energiewende treffen Arme überproportional hart - denn Haushalte verbrauchen einkommensunabhängig ähnlich viel Strom. Zudem installieren sich besonders Gutverdiener Solaranlagen.

Einkommensschwache Haushalte werden nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) durch die Strompreisaufschläge für die Energiewende überdurchschnittlich belastet. Die Finanzierung der EEG-Zulage zur Förderung des Ökostroms über den Strompreis führe zu einer "deutlichen Umverteilung von Arm zu Reich", stellt das Institut in einer aktuellen Studie fest. Der Stromverbrauch vermögender und einkommensschwacher Haushalte unterscheide sich nämlich nur leicht. Dadurch zahlten Arme im Verhältnis zu ihrem Einkommen wesentlich mehr für die Energiewende.

Wenn 2013 die auf 5,3 Cent je Kilowattstunde erhöhte EEG-Umlage gilt, steigen die monatlichen Ausgaben der ärmsten zehn Prozent der deutschen Haushalte für die Umlage von knapp 6 auf 8,75 Euro im Monat, heißt es in der Studie. Die Ausgaben der wohlhabendsten zehn Prozent legten von 7,20 auf 10,75 Euro zu. Damit gäben die Armen 1,3 Prozent ihres Einkommens für den Ökostromzuschlag aus, die Vermögenden dagegen nur rund 0,2 Prozent.

Der Effekt wird laut der Studie dadurch verschärft, dass es bei den unteren Einkommen kaum Solarhaushalte gibt. Von der Förderung der Solarenergie profitierten vor allem wohlhabendere Haushalte mit Solaranlage auf dem Dach.

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