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"Goldener Windbeutel" Foodwatch sucht die dreisteste Werbelüge

Capri-Sonne, Pom-Bär oder Monster Backe Knister: Gerade bei Kindersnacks werden die Verbraucher mit dreisten Werbemaschen getäuscht. Der "Goldene Windbeutel" kürt nun die frechste Werbelüge.

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch sucht die "dreisteste Werbemasche" des Jahres für ein Kinderlebensmittel: Seit Donnerstag können Verbraucher darüber entscheiden, welches Unternehmen dafür den "Goldenen Windbeutel" bekommt. Einen Monat können sie sich dazu auf der Internetseite www. goldener-windbeutel.de zwischen fünf Produkten entscheiden.

"Kinder sind die Zielscheibe der perfidesten Werbestrategien von Lebensmittelherstellern", erklärte Foodwatch-Experte Oliver Huizinga. Die Unternehmen versuchten mit allen Mitteln, "den Einfluss der Eltern zu umgehen und Kinder für jene Produkte anzufixen, die die höchsten Gewinnmargen versprechen - und das sind nun einmal Süßigkeiten und Snacks".

Foodwatch nominierte unter anderem "Capri Sonne" von Wild/SiSi-Werke für "Schul-Marketing und Sport-Schwindel". Für die "Wasser-Zucker-Aroma-Mixtur mit ein bisschen Fruchtsaft" setze der Hersteller auf die Nähe zum Sport. Das Unternehmen erklärte dazu, die Produkte unter der Marke "Capri Sonne" seien "klassische Fruchtsaftgetränke". Der Zuckergehalt entspreche dem dafür üblichen Wert von zehn Prozent und sei korrekt deklariert.

"Paula" auf digitalem Kinderfang

Dem Unternehmen Ehrmann warf die Verbraucherschutzorganisation vor, mit dem Joghurt "Monster Backe Knister" Süßwaren zum Spielzeug umzudeuten. Der Hersteller setze alles daran, "überzuckerte Produkte als Spielzeug zu vermarkten". Ehrmann wies die Vorwürfe zurück. "Wer sich ausgewogen ernährt, kann sich auch mal mit etwas Besonderem belohnen", erklärte das Unternehmen. Das gelte auch für verantwortungsbewusste Eltern.

Der Pudding "Paula" von Dr. Oetker steht nach Ansicht von Foodwatch für "digitalen Kinderfang". Für den "Kuhflecken"-Pudding mit 13 Prozent Zucker schlage der Hersteller eine "wahre Materialschlacht" von Klingeltönen bis zu Internet-Spielen. Dr. Oetker erklärte, "Paula" sei eindeutig als Pudding deklariert und werde als solcher beworben.

Zucker wird in Frühstücksflocken "Kosmostars" kleingerechnet

Auf der Nominierungsliste steht zudem der Snack "Pom-Bär" von Funnyfrisch. Es handele sich um ein "Paradebeispiel scheinheiliger Werbebeschränkungen", erklärte Foodwatch. Der Hersteller schließe in einer Selbstbeschränkung grundsätzlich die Werbung an Kinder unter zwölf Jahren aus - außer, wenn die Produkte besondere Nährwert-Eigenschaften erfüllten. "Diese Hürde überspringt nach funnyfrischs kreativer Definition aber selbst der fettig-salzige Pom-Bär-Snack", kritisierte die Organisation. Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht.

Die Frühstücksflocken "Kosmostars" von Nestlé nominierte Foodwatch für "Zucker-Kleinrechen-Tricks". Der Konzern werbe mit "weniger als neun Gramm Zucker pro Portion", rechne die Portion aber auf 30 Gramm klein. Tatsächlich steckten 25 Prozent Zucker in der "Kosmostars". Auch Nestlé gab zunächst keine Stellungnahme ab.

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