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Immobilienkauf Vorsicht bei den Bankberatern

Hunderte Millionen Euro leihen sich Bürger Jahr für Jahr, um Immobilien zu kaufen. Ein Test der Stiftung Warentest zieht nun alarmierende Schlüsse: Eine gute Finanzierung ist oft Glückssache.

Immobilienkäufer können sich laut Stiftung Warentest auf ihre Bankberater in vielen Fällen nicht verlassen. Die Beratung und die Kreditangebote waren nur bei 2 von 21 untersuchten Banken und Kreditvermittlern gut, wie die Stiftung in Berlin mitteilte. Dreimal vergaben die Tester die Note mangelhaft, sechsmal ausreichend und zehnmal befriedigend.

Häufige Fehler waren etwa: zu hohe oder zu niedrige Kredite und Monatsraten, undurchschaubare und damit schwer vergleichbare Angebote, irreführende

Effektivzinsangaben und dass das Risiko höherer Zinsen für einen späteren Anschlusskredit nicht berechnet wurde. In der Folge würde die Finanzierung möglicherweise zu teuer oder könnte platzen. Häufig zogen die Berater demnach auch staatliche Fördermöglichkeiten nicht in Betracht, etwa durch Riester-Angebote und die KfW-Bank.

"Beunruhigend für Verbraucher"

Die Tester führten insgesamt 146 Beratungsgespräche. Ein Paar gab jeweils vor, eine Eigentumswohnung kaufen zu wollen. Unterm Strich lagen die Angebote für eine Kreditsumme von etwa 220.000 Euro bis zu 30.000 Euro auseinander.

"Das Ergebnis ist beunruhigend für all die Verbraucher, die im Augenblick erwägen, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen beziehungsweise zu bauen", sagte Hermann Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest". Bei einigen Banken gebe es nicht einmal einheitliche Beratungsstandards innerhalb des Hauses. Nur gut informierte und kritische Kunden sollten das Wagnis Baufinanzierung wagen, empfahl die Stiftung.

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