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Paketdienste im Test Starke Unterschiede bei Preisen und Laufzeiten

Paketflut und kein Ende: Rund 1,8 Milliarden Pakete wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland versendet - 50% mehr als noch im Jahr 2000. Vor allem der boomende Online-Handel stellt die Logistik-Unternehmen hierzulande vor gewaltige Herausforderungen.

In einer aktuellen Studie hat die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV)  insgesamt acht große Logistik-Unternehmen unter die Lupe genommen, jeder Anbieter wurde mit jeweils zehn Paketsendungen auf die Probe gestellt. Die verdeckten Tests erfolgten auf dem Lande ebenso wie in der Großstadt. Außerdem wurden, wo möglich, sowohl die Variante Selbstabgabe im Paketshop bzw. in der Filiale als auch die Abholung durch einen Kurier an der eigenen Haustür genutzt.

Die reine Paketabholung erwies sich als recht zuverlässig:

In 92% aller Fälle wurden die Pakete zum vereinbarten Termin abgeholt, wobei sich die Zeitfenster zur Abholung jedoch meist gar nicht oder nur gegen Aufpreis einschränken lassen, so dass der Absender nicht umhin kommt, ganztägig zuhause quasi im Stand-By-Modus zu warten.

Erstaunt waren die Tester über die großen Unterschiede bei der Versanddauer: Überraschte die schnellste Sendung mit nur knapp 19 Stunden positiv, so musste auf andere Sendungen bis zu sechs Werktage gewartet werden. Auch bei den errechneten Mittelwerten über alle Testsendungen pro Anbieter ergab sich eine beachtliche Spreizung: Brauchten die Pakete des schnellsten Anbieters UPS im Test durchschnittlich 30 Stunden, so benötigte der langsamste Versender im Mittel knapp 70 Stunden.

Ähnlich weit klafft die Schere auch bei den Preisen auseinander: Im Inland sind die anfallenden Kosten beim teuersten Paketdienstleister der Untersuchung im Durchschnitt doppelt so hoch wie bei der DHL, die als günstigstes Unternehmen den Sieg in der Teilkategorie „Preise“ erringen konnte. Für eine 10 Kilo schwere Inland-Sendung mit Standard-Maßen beispielsweise verlangt das Schlusslicht der Untersuchung 17,22 Euro, während das gleiche Paket bei der DHL für nur 6,90 Euro befördert wird. Noch stärker schlägt die Differenz bei Auslandssendungen zu Buche: Ein 1 Kilo-schweres Päckchen liefert DHL für 8,90 Euro nach Großbritannien, während der teuerste Anbieter mehr als das Vierfache berechnet.

DHL war am Ende auch der Paketdienst, der als Gesamtsieger aus dem Test hervorging, gefolgt von GLS und DPD.

Die Anbieter, die über keine Filialen verfügen, gingen nicht in die Gesamtwertung ein. Bei einer isolierten Betrachtung des Abholgeschäfts setzten sich die „reinen Abholer“ jedoch gegen die Platzhirsche DHL, UPS etc. durch. Testsieger im Bereich Abholung wurde iloxx, gefolgt von DER COURIER und paket.de.

Wer Glas oder andere zerbrechliche Güter versenden möchte, sollte noch einmal gut über das Thema Füllmaterial nachdenken, denn: Selbst beim Testsieger kam eines von zehn Paketen beschädigt an. Was sich noch als vergleichsweise harmloser Wert herausstellen sollte, denn bei anderen Anbietern hatte sogar jedes zweite Paket beim Empfang Risse oder Löcher. Im Schnitt wiesen ca. 30% der Pakete Beschädigungen beim Empfänger auf.

Alle Platzierungen sowie weitere Details finden Interessierte unter www.dtgv.de.

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