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Deutscher Kaufrausch bei Billigprodukten Die Ex- und Hopp-Gesellschaft

Die Deutschen kaufen immer mehr kurzlebige Billigprodukte. Die Müllberge wachsen weiter. Das Umweltbundesamt schlägt Alarm und setzt sich für eine verschärfte Abgabe bei Plastiktüten ein.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, hat eine "neue Ex- und Hopp-Mentalität" der Verbraucher in Deutschland beklagt. Diese kauften immer mehr kurzlebige Billigprodukte, die das Hauptproblem bei der Abfallentstehung seien, sagte Flasbarth dem Deutschlandradio Kultur. Das Müllaufkommen sei in Deutschland in den vergangenen Jahren von 441 Kilogramm pro Jahr und Einwohner auf 527 Kilogramm im Jahr 2010 gestiegen.

Vor allem der Plastikmüll müsse eingedämmt werden, forderte Flasbarth anlässlich der Europäischen Aktionswoche zur Abfallvermeidung. Daher unterstütze das Umweltbundesamt die Pläne der Europäischen Union, auch für ganz dünne Plastiktüten im Supermarkt eine Bezahlpflicht einzuführen. Denn diese dünnen Tüten fänden sich auch an den Küsten von Nord- und Ostsee immer häufiger.

Verbraucher sollten besser langlebige Produkte kaufen und zum Beispiel häufiger zu Mehrwegflaschen greifen, empfahl der Präsident des Umweltbundesamtes. Damit könnten sie zur Verringerung des Müllaufkommens beitragen. Das deutsche Abfallsystem mit Recycling und Müllverbrennung sei zwar insgesamt eine "richtige und gute Sache", sagte Flasbarth. Er wünsche sich aber weitere Fortschritte bei der Wiederverwertung.

Auch Abfall-Experte Rolf Buschmann kritisiert kurzlebige Produkte

Abfall-Experte Rolf Buschmann vom Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND) machte bereits vor gut zwei Wochen bei N24 auf die Problematik aufmerksam. Demnach war für Buschmann auch die gestiegene Kauflust der Konsumenten für das Müllproblem verantwortlich. So würden heute immer mehr, immer kurzlebigere Produkte gekauft. Der entscheidende Faktor sei jedoch nicht nur das Recycling, sondern bereits die frühzeitige Vermeidung von Abfall: "Jeder Einzelne ist beim Konsum gefragt, abfallarm zu kaufen - und die Produkte auch möglichst lange zu nutzen", sagte Buschmann im Gespräch mit N24.

Nach dem erneuten Vorstoß des Umweltbundesamtes und der Unterstützung für den EU-Vorschlag scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis auch die ganz dünnen Plastiktüten im Supermarkt bezahlt werden müssen.

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