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Online-Videotheken im Vergleichstest Wie gut sind iTunes, Maxdome und Co.?

iTunes, Google Play, Watchever, Amazon oder Maxdome: N24 und die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien haben gemeinsam Online-Videotheken getestet. Als Ergebnis gab es einen klaren Sieger.

Lücken im Bestand

Mit der Bandbreite kam der Boom: Seit mehreren Jahren weist die Video-on-Demand-Branche starke Umsatzzuwächse auf – und mit der Zahl der Nutzer steigt auch die Zahl der Anbieter, die auf dem attraktiven deutschen Markt Fuß fassen wollen. Neun Online-Videotheken hat die die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) jetzt gemeinsam mit N24 genauer untersucht.

Das Angebot klingt verlockend: Zugriff auf einen riesigen Bestand an Filmen und Serien, zu jeder Tages- und Nachtzeit, ohne dabei das heimische Wohnzimmer verlassen zu müssen. Doch wie ist es um die Angebotsbreite tatsächlich bestellt? Um dies zu beurteilen, untersuchten die DtGV-Tester die Verfügbarkeit von insgesamt 40 Film-Neuerscheinungen im Verleih (Erscheinung: Januar 2014 -März 2014), 50 Filmklassikern sowie 20 der beliebtesten Fernsehserien – sowohl in Standardauflösung (SD) als auch hochaufgelöst (HD).

US-Anbieter mit dem größten Content

Das Ergebnis fiel ernüchternd aus: Im direkten Vergleich dieser insgesamt 110 Titel erreichten die VoD-Anbieter im Durchschnitt nur die Note „ausreichend“. Dabei traten extreme Unterschiede zwischen den einzelnen Online-Videotheken zutage: Im Bereich Neuerscheinungen beispielsweise fanden die Tester bei iTunes zwar 39 der gesuchten 40 Titel, bei Sky Snap jedoch stand kein einziger zur Verfügung. Ähnliches bei den Filmklassikern: Von insgesamt 50 Titeln konnten bei iTunes bis zu 44 abgerufen werden, beim Schlusslicht bei Filmklassikern Sky Snap waren es lediglich neun.

Den größten Bestand an Filmen und Serien wies iTunes auf, was dem Apple-Dienst mit der Note „gut“ (1,9) den Sieg in der Teilkategorie Angebotsbreite sicherte. Google Play („befriedigend“, 2,8), das zum Testzeitpunkt gänzlich auf ein Angebot von Fernsehserien verzichtete, landete auf dem zweiten Platz, gefolgt von Amazon Instant Video, ebenfalls mit der Note „befriedigend“ (3,3).

Erhebliche Preisunterschiede bei komplexerer Nutzung

Betrachtet man lediglich die Preise für einzelne Filme, so liegen die Anbieter recht eng beisammen. Im Einzelabruf bewegten sich die Leihgebühren für einen Zeitraum von 48 Stunden zwischen 3,99 € in SD-Auflösung und 5,99 € in HD bei Film-Neuerscheinungen. Käufe waren ab 11,99 € möglich. Filmklassiker waren bereits ab 1,99 € ausleihbar. Die Preise als Kauftitel lagen hier meistens deutlich unter 10 €. Und auch bei den Abonnements im Test war keines teurer als 10 €, die günstigsten waren bereits ab 7,99 € erhältlich.

Legt man hingegen komplexere Nutzungsprofile zugrunde - vom „Vielseher“ mit weit über zehn monatlichen Ausleihen bis zum „Gelegenheitsseher“ mit weniger als fünf Ausleihen -, zeigt sich ein anderes Bild. Während Maxdome als günstigster Anbieter im Nutzungsprofil „Familie“ beispielsweise mit vier Film-Klassikern, zwei Kinderfilmen und fünf Episoden aktueller Fernsehserien pauschal 7,99 € verlangte, fielen bei Videoload Kosten in Höhe von 35,37 € an - mehr als das Vierfache.

Maxdome ging in der Teildisziplin Preise & Konditionen mit der Note „sehr gut (1,3) als Sieger hervor, gefolgt von Amazon Instant Video und Watchever.

Jugendschutz-Vorkehrungen mit Mängeln

In puncto Benutzerfreundlichkeit konnten die getesteten Online-Videotheken durchaus überzeugen: Sowohl die Video-Suche als auch das Anlegen von Wunsch- oder Merklisten zur Verwaltung von Filmen waren einfach und effizient gelöst. Auch die Produktdarstellung einzelner Filme gefiel den Testern: Neben Informationen zu Laufzeit und Altersfreigabe fanden sich auch immer kurze Inhaltszusammenfassungen, in 89% der Fälle sogar Filmtrailer.

Negativ fiel auf, dass es bei keiner Online-Videothek möglich war, das Angebot ohne vorherige Registrierung zu testen. D.h.: Wer wissen will, was ein Anbieter konkret im Programm hat, kommt um diesen Schritt nicht herum.

Verbesserungsbedarf besteht beim Jugendschutz. Zwar gaben alle Online-Videotheken an, das Thema besonders ernst zu nehmen und Vorkehrungen zum Schutz Minderjähriger zu treffen - allerdings reduziert sich dieser Schutz meist auf eine vierstellige PIN-Nummer. Im Test wurde nur in 22% aller Fälle eindeutig auf die Einschränkbarkeit von Titeln mit Unterstützung von Jugendschutzprogrammen am Computer hingewiesen. Nur vier Anbieter verlangten für Titel mit einer FSK-18- Kennzeichnung eine (einmalige) zusätzliche externe Altersverifikation z.B. über PostIdent.

Den ersten Platz in der Teilkategorie Benutzerfreundlichkeit erzielte das Angebot von Videobuster, („gut“, 1,5), knapp vor Maxdome („gut“, 1,6) auf Platz zwei und Videoload („gut 1,7“) auf Platz drei.

Kundendienst zum Teil "mangelhaft"

Von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ reichten die Beurteilen des Kundendienstes. Nicht nur, dass die Tester häufig lange auf eine Antwort-Mail warten mussten – auch wenn diese dann irgendwann eintraf, blieben oft diverse Aspekte der konkret gestellten Fragen zu Nutzungsmöglichkeiten, Datenschutz oder dem Filmangebot ungeklärt. In knapp 30% der Kontakte mangelte es dem Mitarbeiter gänzlich an Kompetenz zur Beantwortung der Anfrage. Am Telefon zeigte sich ein ähnliches Bild: Lange Wartezeiten und zum Teil erhebliche Kompetenzlücken.

Angetan waren die Tester hingegen vom Watchever-Kundendienst, der sich mit der Note „sehr gut“ (1,5) den ersten Platz in dieser Kategorie sichern konnte – gefolgt von Google Play („gut“, 1,9) und Amazon Instant Video („gut“, 1,9) Platz 3.

Maxdome ist Testsieger der DtGV-Studie Online-Videotheken 2014

Am Ende ging Maxdome als Gesamttestsieger der Studie hervor. Amazon Instant Video und iTunes belegten die Plätze zwei und drei.

Alle Ergebnisse und weitere Informationen unter www.dtgv.de.

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