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Versicherungs-Vergleichsportale im Test Starke Preisunterschiede bei den günstigsten Tarifen

Bei Versicherungen können Verbraucher schnell den Überblick verlieren. N24 und die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien haben Versicherungs-Vergleichsportale getestet.

Hunderte Tarife, zig Anbieter: Wer sich am Computer auf die Suche nach einer passenden Versicherung macht, kann sich leicht verlieren. Als Retter im Tarifdschungel präsentieren sich zahlreiche Vergleichsportale. Zwölf dieser Portale hat die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) jetzt gemeinsam mit N24 genauer untersucht.

Im Test wurde für drei unterschiedliche Musterkunden in verschiedensten Lebens- und Wohnsituationen der jeweils kostengünstigste Tarif für eine Kfz-, eine Privat-Haftpflicht-, eine Hausrat- und eine Rechtsschutzversicherung ermittelt, wobei die Tarife fest definierte Basisanforderungen abdecken mussten. Zusätzliche Leitungsmerkmale, die, obwohl nicht angefragt, dennoch in die Tarife inkludiert wurden, fanden keine Beachtung.

Die Unterschiede, die hierbei zutage traten, waren erstaunlich: Beim Kfz-Tarifvergleich für einen Single in der Großstadt mit gebrauchtem Opel Corsa wies beispielsweise finanzen.de als vermeintlich günstigste Versicherungslösung einen Tarif aus, der 21% teurer war als der tatsächlich günstigste Tarif, der gleich von mehreren Vergleichsportalen präsentiert wurde. In Summe lagen immerhin stattliche 130 Euro zwischen den Angeboten. Kein anderes Bild auch bei den Hausratsversicherungen. Preisdifferenzen von über 70% zeigten sich gar im Bereich Privat- und Berufs-Rechtsschutzversicherung zwischen den jeweils günstigsten Lösungen der Anbieter.

Fazit: Wer glaubt, es sei völlig egal, welches Vergleichsportal er wählt, da ja doch alle auf der Meta-Ebene quasi als spezialisierte Suchmaschinen auf den selben Pool an Versicherungen und Tarifen zugreift, der irrt. Und dieser Irrtum kann bares Geld kosten.

Die über alle getesteten Versicherungsvergleiche günstigsten Tarife wurden bei comfortplan.de angezeigt. Comfortplan.de geht somit als Sieger der Teilkategorie Tarifpreise (1,3, „sehr gut“) hervor, gefolgt von verivox.de (1,5, „gut“) und check24.de (1,6, „gut“).

Unnötige Neugierde

Neben den Tarifpreisen untersuchte die DtGV-Studie auch die Benutzerfreundlichkeit der Vergleichsportale. Hier erzielten bis auf eine Ausnahme alle Anbieter im Durchschnitt die Note „gut“. Nicht nur Informationen zu den unterschiedlichen Versicherungsformen werden nachvollziehbar dargeboten, auch die Benutzerführung im Rahmen von Vergleichsanfragen wurde positiv bewertet.

Unangenehm stieß hingegen die unnötige Neugierde mancher Anbieter auf: Obwohl die Angabe von persönlichen Daten wie Name, Telefonnummer oder exakte Anschrift für die unverbindliche Tarifsuche irrelevant sind, waren sie bei einigen Anbietern Pflichtfelder. Bei den Kfz-Versicherungen beispielsweise führte in einem Viertel aller Fälle kein Weg an der Preisgabe dieser persönlichen Informationen vorbei.
Die beste Benutzerfreundlichkeit im Test bot biallo.de (1,3, „sehr gut“), vor verivox.de auf dem zweiten Platz (1,6, „gut“) und check24.de auf Platz drei (1,8, „gut“).

Transparenz nur „befriedigend“

Versicherungen selbst gelten nicht unbedingt als Inbegriff von Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Wie halten es diesbezüglich Vergleichsportale? Mit wenigen Ausnahmen, so die Studie, sind Darstellung und Umfang der wichtigsten Tarifleistungen in allen Versicherungsarten bei den Vergleichsportalen im Test übersichtlich gelöst. In allen Fällen ist eine detaillierte Tabelle zum Vergleich der Leistungen mehrerer Versicherungen abrufbar. Auch die Ergebnisdarstellung überzeugte fast durch die Bank weg: Alle relevanten Informationen zu enthaltenen Leistungen werden übersichtlich und meist vollständig dargeboten.

Ein Mangel an Transparenz zeigte sich hingegen an einer anderen, nicht unwesentlichen Stelle: Nur die Hälfte der Portale im Vergleich gab vollständig und gut einsehbar an, welche Versicherungen es in seine Vergleiche aufnimmt. Nur biallo.de, check24.de und verivox.de informieren explizit darüber, welche Kfz-Versicherungen nicht in die Versicherungsvergleiche aufgenommen wurden. Für Privat-Haftpflicht-, Hausrat- und Rechtsschutzversicherung fand sich diese Information sogar nur bei check24.de. Auch hätte eine kurze Erklärung, wie die Portale arbeiten, gut getan - nicht zuletzt zur Verdeutlichung der von vielen Vergleichsportalen beschworenen Unabhängigkeit. Darauf gehen allerdings nur sieben der zwölf untersuchten Portale auf ihrer Website ein.

In der Teilkategorie Transparenz ist check24.de mit einer Zielerreichung von 100% der klare Sieger und erhält die Note 1,0 („sehr gut“). Platz zwei erzielte verivox.de (1,9, „gut“). Dritter wurde tarifcheck24.com ebenfalls mit der Note „gut“ (2,1).

Kundendienst deutlich ausbaufähig

Schließlich wurden noch die Erreichbarkeit und Kompetenz des Kundendienstes auf die Probe gestellt. Dazu wurden telefonisch als auch per E-Mail allgemeine Fragen zu Versicherungsfachbegriffen, den Eingabemasken der Vergleichsportale oder generellen Leistungsmerkmalen zu verschiedensten Versicherungsprodukten gestellt. Mängel zeigten sich hier v.a. im Bereich der Kompetenz der Kundendienst-Mitarbeiter. So freundlich diese auch waren: Fragen wurden des Öfteren falsch oder gar nicht beantwortet - und auch bei Erhalt einer Antwort fiel diese oft nur sehr knapp aus. Insgesamt wurden nur 63% der Email-Anfragen und 65% der Telefon-Anfragen korrekt beantwortet.

Am besten wurde der Kundendienst von verivox.de (1,7, „gut“) bewertet. Preisvergleich.de (1,8, „gut“) und geld.de (1,9, „gut“) folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Check24.de Gesamtsieger der Studie

Über alle Testkategorien hinweg konnte Check24. de die Untersuchungskriterien in Summe am besten erfüllen und wurden Gesamtsieger (1,6, „gut“), knapp gefolgt von verivox.de (1,6, „gut“) und tarifcheck24.de (2,0, „gut“)
Weitere Informationen und Untersuchungsdetails unter www.dtgv.de.

Haushalt, Versicherungen oder Finanzen: Die Versicherungsrechner von Check24

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