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Online-Fahrradshops im Test Überzeugender Lieferservice, starke Preisunterschiede

Ein "Ja" zum Umweltschutz und ein Statussysmbol: Der Fahrrad-Handel ist ein miiliardenschwerer Mark. N24 und die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien haben Online-Fahrradshops getestet.

Fortbewegungsmittel, ökologisches Statement, Sportgerät, Statussymbol – rund um das Fahrrad hat sich ein milliardenschwerer Markt entwickelt. Jeder dritte Euro Umsatz im Verkauf stammt aus dem Geschäft mit Ersatzteilen und Zubehör. Auch zahlreiche Online-Anbieter präsentieren sich in diesem Teilsegment als Alternative zum stationären Fachhandel. Die elf besucherstärksten Online-Fahrradshops hat die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) jetzt gemeinsam mit N24 genauer unter die Lupe genommen.

Klingeln, Taschen, Werkzeuge, Schmierstoff für die Fahrradkette oder gut gepolsterte Fahrradhosen und stylische Trikots: Das Gros der Nachfrage bedienen alle getesteten Shops bestens. Wer jedoch etwas ausgefallenere Wünsche hat, stößt beim einen oder anderen der untersuchten Online-Händler des Öfteren an Grenzen: Komplette Schaltgruppen für Mountainbikes waren beispielsweise nur in fünf Online-Shops verfügbar, Fahrradkarten aus Papier führte nur rund ein Drittel der Anbieter und spezielle Cremes für strapazierte Radlerfüße boten nur zwei Fahrradshops an. Das umfangreichste Sortiment fanden die Tester bei bike24.de vor.

Preisersparnisse von über 40 Prozent möglich

Auch wenn es die gängigsten Artikel bei allen gibt – unter finanziellen Gesichtspunkten kann es sich durchaus lohnen, bei der Wahl des Anbieters etwas intensiver zu recherchieren. Auf immerhin 25 Prozent beläuft sich das durchschnittliche Einsparpotential im Vergleich der Online-Fahrradshops untereinander. Im Einzelvergleich kann die Kostenersparnis sogar noch weitaus höher ausfallen. Ein Beispiel: Für die Fahrradpedale PD-M520 (weiß) des Herstellers Shimano verlangte bobshop.de als teuerster Anbieter im Test 34,95 Euro, roseversand.de hingegen berechnet für den gleichen Artikel lediglich 18,95 Euro - eine Preisersparnis von deutlich über 40 Prozent.

Große Unterschiede auch bei den Versandkosten: Je nach Anbieter liegen diese bei einem Warenwert von 25 Euro zwischen 3,50 Euro und stolzen 7,99 Euro. Bei sieben der elf Anbieter im Test ist eine versandkostenfreie Sendung möglich – allerdings erst ab einem Warenwert von mindestens 99 Euro. In der Teilkategorie Preise und Konditionen ging bike-discount.de als Sieger hervor.

In puncto Warenlieferung überzeugten alle untersuchten Online-Fahrradshops: Bei acht der elf getesteten Anbieter kam die Lieferung bereits nach zwei Tagen, beim Rest nur einen Tag später. Die gelieferten Produkte entsprachen den jeweiligen Bestellungen und machten ausnahmslos einen neuwertigen Eindruck. Alle Artikel erreichten ihr Ziel unbeschädigt und angemessen gepolstert. Lediglich bei zwei der elf Testlieferung wiesen die Umverpackungen so erhebliche Schäden auf, dass der Rückversand in diesen nicht mehr möglich war.

Deutlich größere Unterschiede zeigten sich bei der Geschwindigkeit der Kaufbetrag-Rückerstattung. Der erste Anbieter überwies bereits nach zwei Werktagen den vollen Betrag zurück, andere erst nach ein bis zwei Wochen. Bei einem Anbieter musste sogar der Kundendienst kontaktiert werden, um eine ausgebliebene Rückzahlung zu veranlassen.

Beim Lieferservice war es bobshop.de, der am meisten überzeugte und sich so den ersten Platz in dieser Kategorie sichern konnte.

Benutzerfreundlichkeit mit Einschränkungen

Die Benutzerfreundlichkeit der Webshops offenbarte im Praxistest zum Teil deutlichen Optimierungsbedarf. Zwar lassen die Produktbeschreibungen von Ersatzteilen und Bekleidung kaum Wünsche offen, jedoch weist die Seitennavigation bei diversen Anbietern Schwächen auf: Es fehlen Filtermöglichkeiten nach spezifischen Produkteigenschaften, das Sortieren von Ergebnislisten nach bestimmten Eigenschaften ist teilweise sehr dürftig und auch, wer nach Kundenbewertungen oder Schnäppchen sortieren will, findet diese Optionen höchstens bei gut einem Drittel der Anbieter. Bruegelmann.de bot nach Wertung der Tester die ausgefeilteste Lösung und errang damit den ersten Platz in der Teilkategorie Benutzerfreundlichkeit.

Kundendienst teilweise mit deutlichen Schwächen

Freundlichkeit, Erreichbarkeit und Kompetenz des Kundendienstes per E-Mail und am Telefon wurden mit insgesamt 15 Anfragen pro Anbieter untersucht. Dabei wurden Fragen zu Produktdetails, Bestellung oder Lieferung gestellt. Es zeigte sich, dass alle Mitarbeiter im Kontakt durchwegs freundlich waren – wenn sie denn erreicht werden konnten. Während 86 Prozent aller gestellten E-Mail Anfragen beantwortet wurden, war ein telefonischer Kontakt trotz mehrfacher Anwahl-Versuche in einem Viertel aller Fälle nicht möglich.

Im Bereich Kompetenz der Mitarbeiter zeigte sich ein umgekehrtes Bild. Während rund ein Viertel der Email-Anfragen nicht korrekt beantwortet wurden, waren 91% der Antworten von Kundendienstmitarbeitern am Telefon richtig. Den besten Kundendienst attestierten die Tester boc24.de.

Bike24.de Testsieger der Gesamtstudie

Mit der größten Produktvielfalt sowie guten Noten in allen weiteren Testkategorien war es am Ende der Onlineshop bike24.de, der als Gesamtsieger aus dem Test hervorging. Auf Platz zwei folgt roseverand.de, den dritten Platz sicherte sich hibike.de.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter www.dtgv.de.

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