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Obst, Gemüse, Fleisch Lebensmittel richtig einfrieren

Beim Einfrieren und Auftauen von Obst- und Gemüsensorten, aber auch bei Fleisch und Wurst gibt es einiges zu beachten. Hier die Tipps vom Experten.

Auf den Märkten und in den Gärten gibt es bis in den Herbst hinein frisches Obst und Gemüse. Möhren, Zucchini oder Blumenkohl zum Beispiel werden oft noch im Oktober geerntet. Auch Birnen-, Pfirsich- und Pflaumenbäume tragen relativ lange. Wer im Winter noch etwas von den geernteten oder gekauften Früchten haben möchte, kann sie einfrieren. Gerade bei Obst und Gemüse gibt es aber einiges zu beachten. Viele andere Lebensmittel lassen sich auf diese Weise dagegen problemlos haltbar machen.

Gemüsesorten, die viel Wasser enthalten, eignen sich nicht so gut zum Einfrieren. "Blattsalat und Gurken zum Beispiel werden beim Auftauen matschig", sagt Heike Rapp vom Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Auch ganze Äpfel oder Birnen lassen sich nur schwer einfrieren. Sie werden besser in kleine Stücke geschnitten oder zu Kompott verarbeitet, bevor sie in den Gefrierschrank kommen. Es besteht außerdem die Gefahr, dass das gefrorene Obst Farbe, Vitamine und Mineralstoffe einbüßt. Das wiederum lässt sich durch Blanchieren verhindern: "Dazu wird das Obst vor dem Einfrieren kurz in kochendes Wasser gehängt", erklärt die Expertin.

Beeren besser in die Gefriertüte

Besonders bei Beeren kommt es beim Einfrieren auf das Behältnis an. In der Dose frieren sie zu einem Block zusammen: Einzelne Beeren lassen sich daraus später nur noch schwer lösen und es dauert länger, bis alles richtig durchgefroren ist. Gefrierbeutel eignen sich dafür wesentlich besser, sagt Rolf Unsorg, Küchenmmeister vom Verband der Köche Deutschlands in Frankfurt/Main. Die Früchte kommen in den Beutel, der anschließend flach und waagerecht in den Gefrierschrank gelegt wird. Sind die Beeren einzeln gefroren, können sie in Dosen gefüllt werden.

Das Auftauen ist bei Obst und Gemüse relativ einfach: "Gemüse aus dem Tiefkühlfach muss man nicht auftauen. Es kann unaufgetaut direkt in Topf oder Pfanne zubereitet werden", erklärt Susanne König vom Deutschen Tiefkühlinstitut in Köln. Das Gleiche gilt zum Beispiel auch für Obstkuchen: "Einfach die Beeren im gefrorenen Zustand auf den Kuchenboden legen, und den Kuchen in den Ofen schieben", fügt Rapp hinzu.

Fleisch am besten im Kühlschrank auftauen

Gefrorenes Fleisch ist dagegen deutlich komplizierter. "Es muss langsam aufgetaut werden, und zwar am besten im Kühlschrank", sagt Heike Rapp vom aid. Das sei hygienischer, denn mögliche Bakterien vermehrten sich so langsamer. Ein Kilogramm Hähnchen benötige zum Tauen etwa zwölf Stunden. Köche sollten Geflügel und Schwein allerdings immer in ein Sieb legen, das sie dann in eine Schüssel hängen. "So liegt das Fleisch nicht in Tauwasser, das eventuell Salmonellen enthält", erklärt Rapp.

Die eingefrorenen Fleischstücke dürfen nicht zu groß sein. Sonst ist es schwer, den Zeitpunkt zu finden, zu dem das ganze Stück aufgetaut ist. "Alles, was sich umrühren lässt, kann auch in die Mikrowelle", sagt Rapp. Fleischstücke in Soße lassen sich ebenso einfach im Topf auftauen: "Dazu den gefrorenen Block über Nacht in den Kühlschrank stellen", erklärt Unsorg. Am nächsten Tag werden Fleisch und Soße im Topf langsam aufgekocht.

Käse zum Einfrieren wenig geeignet

Enthält die Tüte oder Dose, in der das Fleisch eingefroren wird, noch Sauerstoff, entsteht Gefrierbrand. "Das Fleisch kann mit dem Sauerstoff reagieren und trocknet aus", erklärt Rapp. Die bräunlichen Stellen seien allerdings nicht gefährlich. Der Koch kann sie abschneiden und das restliche Fleisch weiter verwenden.

Fleisch und Wurst werden idealerweise in Portionsscheiben abgepackt und eingefroren. Käse eignet sich dagegen weniger gut zum Einfrieren: "Käse würde ich - wenn überhaupt - nur kurzfristig und im Schnellkühlfach einfrieren. Denn er wird beim Auftauen oft etwas trocken", warnt der Experte. Dabei kommt es aber auf die Sorte an. Hartkäse zum Beispiel lässt sich laut König gut einfrieren, sogar in geriebener Form.

Mageres Rindfleisch hält sich im Gefrierschrank bis zu zwölf Monate. "Je fetthaltiger das Fleisch ist, desto kürzer ist die Haltbarkeit", erklärt Rapp. "Der Fettanteil reagiert im Behältnis mit dem restlichen Sauerstoff und wird ranzig." Ein Bauchstück vom Schwein zum Beispiel sollte daher spätestens zwei bis drei Monate nach dem Einfrieren verzehrt werden. Obst, Gemüse und Brot können dagegen bis zu zwölf Monate auf Eis liegen.

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