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Jobbörsen im Vergleichstest Regionale Marktführerschaften erschweren die Suche

Der Stellenmarkt war einer der ersten, der ins Internet wanderte. Mittlerweile gibt es zahlreiche Portale. Acht große Jobbörsen haben N24 und die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien unter die Lupe genommen.

Im Zentrum der Untersuchung stand die Angebotsbreite der Portale. Hierzu wurden insgesamt fünf konkrete Jobsuchen formuliert – vom Krankenpfleger über den Steuerfachangestellten bis hin zum Juristen - um anschließend die Treffer auszuwerten, die die Portale für fünf ebenfalls vorher festgelegte Städte auswiesen. Im Rahmen dieser Untersuchung zeigten sich erhebliche Unterschiede zwischen den Portalen: Während einige durchaus stattliche Trefferlisten produzierten, hielt sich bei anderen Portalen die Anzahl aufgezeigter Vakanzen doch in eher engen Grenzen. Während beispielsweise Jobs.de auf die Krankenpfleger-Suchanzeige in München 67 Treffer auswies, konnte JobStairs keine passende Stelle anbieten. Anderes Beispiel: StepStone zeigte in Frankfurt am Main genau 54 freie Stellen für Juristen auf, stellenanzeigen.de hingegen präsentierte nur eine Vakanz.

Wer sich bei seiner Jobsuche auf nur ein Stellenportal beschränken möchte, läuft Gefahr, im Zweifelsfall auf das falsche Pferd zu setzen. Denn: Im Rahmen der Studie traten auch durchaus relevante regionale Kompetenzen zutage: Während jobs.de in München (mit Abstand) und Hamburg die meisten Treffer vorzuweisen hatte, war es in Berlin, Köln und Frankfurt a.M. jedoch StepStone. Über alle Anfragen in allen Städten hinweg erwies sich Jobs.de letztendlich als das Portal mit der in Summe größten Angebotsbreite.

Als ärgerlich empfanden die Tester die Unsitte einiger Portale, in die Trefferlisten auch Jobangebote zu integrieren, die mit dem Suchprofil weder inhaltlich noch geografisch zu tun hatten. Wer beispielsweise einen Job als Personalreferent sucht, möchte in seiner Trefferliste keine Offerte für einen Job als Vertriebsmitarbeiter im Geschäftsbereich Industrie oder, wie es ebenfalls der Fall war, gar als Triebfahrzeugführer vorfinden. Und wer in der Suchmaske explizit Berlin eingibt, hat gemeinhin auch nur wenig Interesse an Vakanzen in Leverkusen oder Stuttgart.

Benutzerfreundlichkeit: ausbaufähig, Kundendienst weiß zu überzeugen

Die Analyse der Nutzerfreundlichkeit offenbarte bei diversen Portalen Optimierungsbedarf, vor allem hinsichtlich der Filtermöglichkeiten. Wer beispielsweise meint, dass die gezielte Suche nach Vollzeit- Anstellungen mittlerweile Standard ist, irrt. In der Testpraxis zeigte sich vielmehr, dass nur die Hälfte aller Jobbörsen diese Selektionsmöglichkeit integriert hat. Auch bei anderen sinnhaften Filteroptionen wird dem Nutzer die Jobsuche mangels intelligenter Optionen erschwert. Am besten gefielen den Testern die Lösungen von Monster und StepStone, wobei sich Monster durch die Integration zahlreicher nutzwertiger Zusatz-Inhalte und Features rund um das Thema Jobs besonders hervortat.

Der abschließend getestete Kundendienst bewegte im Vergleich zu anderen internetbasierten Branchen sich auf einem verhältnismäßig hohen Niveau. Vor allem der telefonische Support wusste zu gefallen: Die telefonischen Antworten erwiesen sich in mehr als 90% der Fälle als korrekt und umfassend. Bei den Email-Kontakten blieben hingegen fast 25% der gestellten Anfragen unbeantwortet. Den besten Kundendienst erlebten die Tester bei Jobware, sowohl per Mail als auch per Telefon.

Jobs.de Testsieger der Gesamtstudie, StepStone und Monster auf den Plätzen 2 und 3

Als Gesamtsieger der Studie ging am Ende Jobs.de hervor, gefolgt von StepStone und Monster. Jobs.de punktete dabei v.a. mit einem umfangreichen Stellenangebot. StepStone überzeugte ebenfalls mit einer guten Angebotsbreite. Monster erlangte ein gutes Resultat in der Kategorie Benutzerfreundlichkeit. 

Weiter Informationen zur Studie und Ergebnisse unter www.dtgv.de.

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