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Schufa und Co. im Test Die erschreckend einflussreichen Auskunfteien

Ohne Auskunftei wird kaum ein Kreditantrag genehmigt. Doch wer als Verbraucher wissen will, welche Daten über ihn gespeichert sind, der muss einiges aushalten.

Verbraucher staunen oft, wenn ihr Kreditantrag abgelehnt wird oder sie keinen Handyvertrag bekommen. Auch einige Online-Geschäfte sind für manche nicht möglich.

Der Grund: Die Unternehmen haben sich vorher in sogenannten Auskunfteien, in denen Daten über jeden Kunden gesammelt werden, schlaugemacht. Sie wollen so sicherstellen, dass die Rechnungen auch wirklich bezahlt oder der Kredit getilgt wird.

Haben Sie aufgrund der dort gespeicherten Informationen Zweifel, lehnen sie den Kunden ab. Für viele Verbraucher sind diese Entscheidungen oft nicht nachvollziehbar, und sie fühlen sich ziemlich machtlos.

Datenschutzgesetz hilft weiter

Um zumindest mehr Transparenz zu schaffen, legt seit 2010 das Datenschutzgesetz fest, dass Auskunfteien einmal pro Jahr gratis Kunden Einblick in die über sie gespeicherten Daten geben müssen. Verbraucherschützer empfehlen, dieses Recht auf alle Fälle wahrzunehmen.

Jedoch kann sich dieses im Zweifel als ziemlich nutzlos erweisen. Die Zeitschrift "Finanztest" hat überprüft, inwieweit die Auskunfteien ihre Daten für den Verbraucher übersichtlich, verständlich und nachvollziehbar aufbereiten. Die Ergebnisse waren erschreckend.

Elf Testpersonen fragten bei den fünf deutschen Wirtschaftsauskunfteien Boniversum, Bürgel, Deltavista, Infoscore und der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung), welche Daten über sie gespeichert sind.

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Eine gute Eigenauskunft sollte nach den Kriterien von "Finanztest" ausführlich erläutern, welche Informationen gespeichert werden, wer die Vertragspartner sind, welche Wahrscheinlichkeitswerte es gibt, und an wen sie übermittelt wurden. Das tat laut "Finanztest" nur eine Auskunftei gut: die Schufa.

Schufa informiert am besten

Sie hätte sogar noch besser abgeschnitten, wenn sie ausführlicher darüber informiert hätte, wie Verbraucher sich gegen Falschangaben wehren können, indem sie diese löschen oder sperren lassen. Dennoch hoben sich die Wiesbadener deutlich positiv von den übrigen Datensammelstellen ab.

Von denen waren vielen Angaben nicht vollständig, unverständlich oder fehlten ganz. Zudem war bei fast allen Auskunfteien – darunter auch die Schufa – die Lesbarkeit schlecht, da die Schrift zu klein war, der Text schlecht gegliedert, der Textaufbau unübersichtlich und die Zeilen zu lang. Die Auskünfte enthielten zudem auch unterschiedliche Schrifttypen. Dem Kunden wird also einiges zugemutet.

Anders als bei der Schufa, die Konto- und Kreditdaten aufführt, gehen die Informationen bei Deltavista und Infoscore nicht über Name, Anschrift und höchstens noch das Geburtsdatum hinaus, die Eigenauskünfte sind entsprechend kurz.

Deltavista schneidet am schlechtesten ab

Das sollte Verbraucher beruhigen: Je weniger schlechte Einträge auftauchen, desto besser. Die Dienstleister interessiert, was darauf hindeuten könnte, dass Rechnungen in Zukunft nicht beglichen werden. Spannend wird es für sie bei Mahnbescheiden, eidesstattlichen Versicherungen und Insolvenzverfahren.

Bei "Finanztest" schneidet Deltavista dennoch am schlechtesten ab. Sie kritisieren, dass die Datensammelstelle nicht grundsätzlich darüber informiert, dass sie nur Daten wie offene Forderungen oder Insolvenzen speichert und keine Vertragsdaten.

Infoscore landete hingegen mit "befriedigend" auf Rang zwei. "Finanztest" lobt, dass die Eigenauskunft ein Informationsblatt beilegt, das die wichtigsten Fragen beantwortet. Bürgel und Boniversum bekamen genauso wie Infoscore ein "ausreichend".

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