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Stiftung Warentest Nur eine elektrische Zahnbürste ist "sehr gut"

Stiftung Warentest hat elektrische Zahnbürsten getestet. Bei Zahnreinigung und Handhabung gibt es teils gravierende Unterschiede. Der Sieger ist nicht wirklich überraschend.

Erneut hat sich die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe (3/2016) elektrische Zahnbürsten vorgenommen. Zum Test standen acht exemplarisch ausgewählte Zahnbürsten für Erwachsene, darunter sechs Akkuzahnbürsten und zwei Batteriezahnbürsten.

Überprüft wurden neben der Qualität der Zahnreinigung und der Handhabung auch die Umwelteigenschaften. Heraus kam ein wenig überraschendes Ergebnis: Seit dem Test im Frühjahr 2013 sind Modelle von Hersteller Braun ungeschlagen, und so erlangte auch dieses Mal wieder die "Oral-B Vitality Precision Clean" als einzige Zahnbürste die Gesamtnote "Gut" (1,7).

Im Bereich "Zahnreinigung" überzeugt die Bluetooth-fähige Zahnbürste als einzige mit der Wertung "Sehr gut" (1,5). Auch in den anderen geprüften Kategorien "Handhabung" und "Haltbarkeit" war keines der getesteten Wettbewerbsprodukte besser als das interaktive SmartSeries-Modell.

Konkurrenz will mit Design punkten

Dabei wollte die Konkurrenz mit innovativen Modellen auftrumpfen. Das größte Manko der doppelköpfigen "00brush" war jedoch, dass sie nur funktioniert, wenn der Betriebskopf permanent gedrückt wird. Angeblich soll so auch ein versehentliches Verknoten der Haare verhindert werden. Insgesamt erzielte sie nur ein "Befriedigend".

Das Designerstück "Issa" des schwedischen Herstellers Foreo bekam dagegen nur ein deutliches "Mangelhaft". Minuspunkte sind die ebenfalls "mangelhafte" Zahnreinigung, der fehlende Adapter zum Aufladen sowie der Anschaffungspreis von 169 Euro - mit Abstand der höchste aller Test-Modelle.

Unter den zwei getesten Batteriezahnbürsten wurde die "Oral-B Advance Power" (Braun) mit der preisgünstigten "Dental Source Total Power" verglichen. Letztere überzeugte zwar mit einer extrem langen Putzdauer von 689 Minuten und günstigeren 5,80 Euro Kosten, verlor aber insgesamt gegen das Modell von Braun. Allerdings fiel der Sieg hier hauchdünn aus, denn das Batteriemodell erzielte kein "Gut", sondern nur ein "Befriedigend" (2,6).

Zahnbürste mit App

Auch die sogenannte Schalltechnologie stand im Mittelpunkt des Tests. "Der Schall selbst wirkt nicht direkt auf die Zähne. Die Bezeichnung ist daher unglücklich gewählt", erklärt Zahnarzt Prof. Dr. Ralf Rössler gegenüber Stiftung Warentest.

Bereits in den vorherigen Tests deklarierte die unabhängige Verbraucherorganisation die Bezeichnung "schallaktive Zahnbürste" als "nicht korrekt". Alle getesteten Schallzahnbürsten schnitten im aktuellen Testlauf der Stiftung Warentest lediglich mit dem Urteil "befriedigend" oder schlechter ab.

Dank einer dazugehörigen App ist das Siegermodell von Braun die erste interaktive elektrische Zahnbürste, die individuelle und personalisierbare Zahnpflege ermöglicht. So gibt es unter anderem eine Timer-Funktion und eine Positionserkennung bei der Zahnreinigung. Bis zum nächsten Test sollte die Konkurrenz nun auch in diesen Punkten aufholen, um weiter mithalten zu können.

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