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Check24-Verbrauchertipp Intelligente Stromzähler als Blackout-Gefahr

Intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter, werden inzwischen massenhaft eingesetzt. Laut einer Untersuchung der Universität Bremen kann das zu ernsten Problemen führen.

Immer mehr Häuser werden mit einem Smart Meter ausgestattet. Die intelligenten Stromzähler sollen nicht nur den Energieverbrauch transparenter machen, sondern uns in Zukunft auch dabei helfen, Stromkosten zu sparen, indem etwa die Waschmaschine eingeschaltet wird, wenn der Strompreis besonders niedrig ist.

Denn durch die kurzen Ableseintervalle der intelligenten Zähler ist es möglich, die Stromtarife für Endkunden an den Börsenstrompreis zu koppeln – und Geräte entsprechend zu steuern. Wirtschaftsphysiker der Universität Bremen warnen jetzt allerdings davor, dass dies auch zu einer Überlastung des Stromnetzes oder gar zu Blackouts führen könnte.

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Weht etwa der Wind stark, wird viel Windstrom in das Stromnetz eingespeist. Das große Angebot führt zu sinkenden Strompreisen, was wiederum Nachfrage und Verbrauch steigen lässt. Jetzt startet beispielsweise die Waschmaschine eines Nutzers, der sie so programmiert hat, dass sie dann wäscht, wenn der Strom besonders günstig ist. Wenn nun sehr viele Verbraucher ihre Geräte entsprechend voreingestellt haben, kann es zu riesigen Lastschwankungen im Stromnetz kommen, und das schon bei kleinen Preisschwankungen, warnen die Experten.

Denn ist der Strompreis längere Zeit auf hohem Niveau, so wird das Wäschewaschen einfach verschoben. Der Leiter der Studie, Stefan Bronhold, spricht von einer Nachfrageblase, die entsteht, wenn sehr viele Waschmaschinen auf ihren Start warten. Die Blase platzt, wenn der Preis geringfügig absinkt. Plötzlich starten unzählige Maschinen gleichzeitig – und es geht natürlich nicht nur um Waschmaschinen, sondern auch um andere Geräte, wie etwa Wäschetrockner oder Geschirrspüler. Das belaste die Stromnetze extrem, erklärt Bronhold, „Blackouts nicht ausgeschlossen.“

Die Bremer Wirtschaftsphysiker halten deshalb das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende, das die Smart Meter für alle Haushalte verpflichtend macht, "für einen Schnellschuss, der nicht sorgfältig bis zum Ende gedacht ist." Das Gesetz sieht eine schrittweise Einführung der intelligenten Stromzähler vor. Bis zum Jahr 2017 sollen Großverbraucher mit einem Jahresverbrauch von über 10.000 Kilowattstunden mit intelligenten Stromzählern ausgestattet werden. Ab 2020 folgen dann Haushalte mit einem Verbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden.

Für Haushalte, die weniger Strom verbrauchen ist der Einbau  sogenannter „moderner Messeinrichtungen“ bis 2032 verpflichtend – dies können entweder die intelligenten Messsysteme sein oder elektronische Stromzähler. Beide werden üblicherweise als Smart Meter bezeichnet. In Neubauten ist der Einbau von Smart Metern bereits seit dem Jahr 2010 Pflicht.

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