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Check24 Verbrauchertipp Der Osten ist die "Steckdose Deutschlands“

Die Energiewende kommt schneller voran als viele gedacht hatten. Besonders im Osten Deutschlands wird immer mehr Ökostrom produziert. Allerdings besteht Nachholbedarf beim Ausbau der Stromnetze.

Die östlichen Bundesländer haben sich zur „Steckdose Deutschlands“ entwickelt, sagte kürzlich Boris Schucht, Chef des für alle ostdeutschen Bundesländer sowie Hamburg zuständigen Netzbetreibers 50 Hertz. Auch was Stromexporte angeht, ist die Region Spitzenreiter im deutschen und europäischen Vergleich. Die Menge der ostdeutschen Stromexporte hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Der Strom geht vor allem nach Polen sowie in die Niederlande und nach Österreich.

Fast 50 Prozent Ökostrom

49,2 Prozent des im vergangenen Jahr in den ostdeutschen Bundesländern produzierten Stroms stammten aus erneuerbaren Energiequellen. Für dieses Jahr erwartet 50Hertz, dass in seinem Netzgebiet erstmals mehr Ökostrom als Kohlestrom produziert wird. Zwar spielt gerade die Braunkohle in der Region immer noch eine wichtige Rolle, jedoch kommt den erneuerbaren Energien, allen voran der Windkraft, auch wirtschaftlich immer größere Bedeutung zu. Die leistungsfähigsten Windparks Deutschlands stehen im Raum Magdeburg. Immer mehr Strom wird auch in Offshore-Windparks in der Ostsee produziert. Und Thüringen ist einer der größten deutschen Solarstromproduzenten.

Jetzt Strompreise vergleichen

Deutlich langsamer als der Ökostromzubau geht der Ausbau der Transportwege für den Strom voran. 2015 investierte 50Hertz mit 900 Millionen Euro so viel wie nie zuvor in den Ausbau der Stromnetze. Die vorhandenen Leitungen sind jedoch den großen Mengen an Ökostrom, die ins Netz eingespeist werden, nach wie vor nicht gewachsen. Zu Spitzenzeiten, in denen besonders viel Wind- oder Solarstrom produziert wird, müssen deshalb oftmals effiziente Ökostromkraftwerke heruntergefahren werden. Die Anlagenbetreiber erhalten dann eine Entschädigung – die letztendlich die Stromkunden bezahlen müssen. Der Ausbau der Stromautobahnen, um Strom in Richtung Süddeutschland transportieren zu können, hat deshalb höchste Priorität. 50Hertz will in den nächsten fünf Jahren rund 3,5 Milliarden Euro in den Netzausbau investieren.

Tipp: Mit Ökostrom die Energiewende unterstützen

Wer Ökostrom bezieht, setzt ein Zeichen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter vorangetrieben werden muss – und spart bares Geld, denn auch die Grünstromtarife sind in der Regel deutlich günstiger als die regionale Grundversorgung. Bei einem Stromvergleich kann die Suche nach einem neuen Anbieter so eingestellt werden, dass nur Ökostromtarife angezeigt werden. So kann jeder ganz leicht einen Beitrag zur Energiewende leisten.

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