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Probleme mit Bremsen BMW ruft hunderttausende Autos zurück

Jetzt hat es auch BMW getroffen: Der Autobauer ruft hunderttausende Fahrzeuge in die Werkstätten. Bei den betroffenen Modellen kann es zu Schwierigkeiten mit den Bremsen kommen.

BMW ruft in den USA rund 198.000 Autos wegen möglicher Probleme mit dem Bremssystem in die Werkstätten. Weltweit könnten insgesamt allerdings rund 345.000 Fahrzeuge sowie rund 5000 Rolls Royce Phantom betroffen sein, sagte ein Sprecher des Konzerns in München. Es werde derzeit geprüft, ob auch in Deutschland und anderen Ländern Autos zurückgerufen werden müssten. Auf dem Pariser Autosalon verkündete Konzernchef Norbert Reithofer erneut gute Zahlen des Konzern.

Die Entscheidung, ob es für betroffene Fahrzeuge hierzulande oder in anderen Ländern eine Rückrufaktion geben wird, oder die fraglichen Teile im Rahmen einer sogenannten technischen Aktion bei normalen Werkstattbesuchen getauscht würden, sei noch nicht gefallen. Über die Kosten lasse sich erst etwas sagen, nachdem klar sei, bei wie vielen Fahrzeugen tatsächlich Teile getauscht werden müssten, sagte der Sprecher. Die BMW-Aktie verlor bis zum Nachmittag 1,8 Prozent, Analysten rechnen aber nicht mit schwerwiegenden Folgen des Rückrufs.

Undichtigkeiten durch Verschleiß

Grund für die Aktion sind mögliche Undichtigkeiten an den Bremsunterdruckpumpen bei Wagen der Baureihen des 5er, 6er und 7er BMW, sowie Fahrzeuge der Tochter Rolls Royce vom Typ Phantom, die mit einem V8 oder V12-Motor ausgestattet sind. Diese Motorisierung ist vor allem in den USA beliebt. Entdeckt wurde das Problem bei Werkstattbesuchen und eigenen Qualitätstests, Ursache sei Verschleiß. Dass sich BMW in den USA zu einem kompletten Rückruf entschlossen habe, sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte der Sprecher.

Die Fahrzeuge verfügten aber in jedem Fall weiterhin über die mechanische Bremskraft und könnten damit auch angehalten werden. Sollte ein Leck auftreten, würde der Fahrer merken, dass langsam die Leistung des Bremskraftverstärkers nachlasse, das Auto zeige dann aber auch an, dass ein Werkstattbesuch nötig sei. Unfälle habe es bislang nicht gegeben. Allein in Deutschland kommt es jedes Jahr zu hunderten Rückrufaktionen verschiedener Hersteller wegen möglicher technischer Probleme, über die Autobesitzer direkt informiert werden.

Verkäufe ziehen weiter an

Der Absatz der Münchner legte im September erneut zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Verkäufe des Konzerns um 16 Prozent, wie BMW-Chef Norbert Reithofer am Rande des Pariser Autosalons sagte. Damit seien auch die Verkäufe der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce von Januar bis September zweistellig gewachsen. "Das dritte Quartal ist für uns vom Volumen her sehr gut und über unseren Erwartungen gelaufen." Die Finanzzahlen für das Quartal kenne er noch nicht, deshalb ändere er auch die Prognose für 2010 nicht, sagte Reithofer.

Für den schwachen deutschen Markt äußerte er sich auch mit Blick auf 2011 zurückhaltend. "In den nächsten Jahren werden wir in Deutschland höchstens eine Stagnation sehen, wahrscheinlich eher leichte Rückgänge." Wachstumschancen sehe er außer in China auch in Argentinien oder Südkorea. Auch in den USA werde BMW weiter zulegen.

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