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Seitenhieb per Werbespot Greenpeace verballhornt Volkswagen

Lassen sich die Umweltstrategen bei VW von der "dunklen Seite" verführen? Als Todesstern der Star-Wars-Saga verballhornt Greenpeace in einer Internet-Kampagne die Zentrale der Wolfsburger.

Mit ihrem Gegen-Spot zur VW TV-Werbung "Die Macht" wollen die Aktivisten den Konzern antreiben, sparsamere Modelle auf den Markt zu bringen - dabei fühlt sich Volkswagen als Vorreiter im Umweltschutz. In Wolfsburg nimmt man das virtuelle Duell an. Neben augenzwinkernder Anerkennung für die "Kreativität" der Macher reagiert das Unternehmen aber auch leicht verschnupft.

Witzige Aufmachung mit ernster Botschaft

In dem <a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="http://www.youtube.com/watch?v=7sfp06oV0-k" xlink:show="new" xlink:type="simple">satirischen Online-Streifen</a> nutzen die Umweltschützer die Werbespots von VW. Jetzt erzählt der Spot die Geschichte, wie viele bekannte Kinofiguren aus de Star-Wars-Saga sich zur Klimaschutz-Rebellion gegen den VW-hörigen Bösewicht Darth Vader und zu laxen CO2-Zielen zusammen tun. Angesichts dieser geballten Macht gibt Darth Vader auf und der Todesstern mutiert zum grünen Stern.

Hinter der witzigen Aufmachung ("Zusammen können wir Volkswagen von der dunklen Seite abbringen!") versteckten die Initiatoren eine ernste Botschaft. Denn bei allem Lob für die Bereitschaft, Autos mit spritsparenden Motoren anzubieten, könne VW weitaus mehr tun.

Konzern über Tonfall verwundert

Der Konzern wundert sich über Tonfall und Timing der subtilen Attacke. "Wir haben uns schon etwas gelinkt gefühlt", sagt Ines Roessler aus der Umweltabteilung von VW. Bei einem Infotreffen hätten sich die Greenpeace-Vertreter nur nach der Modellentwicklung erkundigt. Dass sie wenige Tage später mit der Internet-Aktion und Verteilung kritischer Flugblätter vor dem Werkstor nachlegten, sei manch einem sauer aufgestoßen. Greenpeace brauche nun einmal Aufmerksamkeit, meint Roessler: "Die Kampagne ist ja auch lustig gemacht. Über das Vorgehen unserer Gäste waren wir aber leicht enttäuscht."

Greenpeace-Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck steht weiter hinter der Initiative. Man sei auf einen Dialog mit der Industrie bedacht. "Aber wir hatten über die letzten Jahre fast gar keinen Kontakt zu VW. Es kam einfach nichts zurück", erklärt er - etwa, als es um eine Anfrage zu umweltfreundlichen Kältemitteln in Klimaanlagen ging.

Motorenpalette in der Kritik

Der Kernpunkt der jüngsten Kritik sei freilich ein ganz anderer: die tatsächliche Umweltbilanz der VW-Motorenpalette. Aus Sicht von Greenpeace ist Volkswagen bei der Erforschung von Umwelttechnologien zwar ganz vorn dabei. Die Verbreitung der Blue-Motion-Technik in preisgünstigen Massenmodellen lasse allerdings zu wünschen übrig.

So seien die CO2-Emissionen des Einstiegsmodells beim Golf - dem 1,4-Liter-Benziner - mit 149 Gramm je Kilometer noch deutlich zu hoch. VW kontert: Der 1,6-Liter-TDI sei das eigentliche "Volumenmodell" und stoße nur 119 Gramm je Kilometer aus. Da habe Greenpeace nachlässig recherchiert, sagt Roessler . Das Auto kostet indes über 4000 Euro mehr - weshalb Greenpeace-Experte Lohbeck es nicht als Basis-Golf gelten lässt.

VW umweltfreundlichste Marke

Stärker als derlei Definitionsprobleme treibt VW der Vorwurf um, Lobbyarbeit zugunsten verbrauchsstarker Modelle zu betreiben. "Unsere Positionen wurden über den Verband der Automobilindustrie und den europäischen Verband ACEA eingebracht", sagt Roessler. Von einem britischen VW-Papier, in dem vor der "Deindustrialisierung Europas" bei einer CO2-Reduktion um 30 statt 20 Prozent bis 2020 gewarnt wurde, habe sich die Zentrale klar distanziert.

Laut Nachhaltigkeitsbericht hat der Konzern inzwischen 116 Modelle im Programm, die weniger als 120 Gramm des Treibhausgases pro Kilometer freisetzen. 20 liegen unter der Grenze von 100 Gramm. Fuhrpark-Manager, die besonders auf Spritkosten achten müssen, wählten VW im Juni zur umweltfreundlichsten Marke. Und selbst Lohbeck gibt zu, VW stehe mit seiner Umweltbilanz im Prinzip recht gut da.

Jedoch müsse der Autobauer dazu übergehen, Start-Stopp-Systeme oder die Rückgewinnung von Bremsenergie serienmäßig anzubieten. "Sie stellen sich als Nummer eins aller Gebiete dar", meint der Greenpeace-Mann."Also müssen sie auch für die Umwelt ihr Potenzial voll ausschöpfen."

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