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Europäische Wirtschaft Standard & Poor's sieht dunkle Wolken

Die Lage der deutschen Wirtschaft dürfte sich nach Ansicht der US-Ratingagentur Standard & Poor's in den nächsten Monaten deutlich verschlechtern. Anderen Euro-Staaten droht gar die Rezession.

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat sich pessimistisch zur weiteren konjunkturellen Entwicklung der Eurozone gezeigt. Die Lage verdunkele sich, hieß es in einer in Paris veröffentlichten Analyse. Für 2012 senkte die S&P die Wachstumsprognose für Deutschland von zuvor 0,8 Prozent auf nur noch 0,1 Prozent. In Frankreich erwarten die Experten nur noch eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 Prozent nach zuvor 0,8 Prozent und für Italien einen Zuwachs um 0,1 Prozent nach zuvor 0,2 Prozent.

Die Rezession in der Eurozone habe in Spanien, Portugal und Griechenland begonnen und sie "schwappt nun auf das Herz der Eurozone, auf Deutschland und Frankreich über", sagte der S&P-Chefvolkswirt für Europa, Jean-Michel Six. Er erwarte im Euroraum in der ersten Hälfte 2012 "eine milde Rezession". In der zweiten Jahreshälfte sollte die Konjunktur dann zu einer "moderaten Erholung" ansetzen.

Geschäfte laufen immer schlechter

Bereits im November sind die Geschäfte der Industrie in der Euro-Zone so stark geschrumpft wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex sank um 0,7 auf 46,4 Zähler, teilte das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter 3000 Unternehmen mit. Mit dem vierten Rückgang in Folge fiel das Barometer auf den niedrigsten Stand seit Juli 2009. Die Lage sei "miserabel", sagte Markit-Ökonom Ron Dobson.

Die Talfahrt beschleunigte sich in allen Ländern - mit Ausnahme Italiens und Griechenlands, die jedoch weiter die Schlusslichter bilden. "Dass die Produktion erstmals seit Mitte 2009 in allen von der Umfrage erfassten Ländern zurückgefahren wurde zeigt, dass die Schwäche von den Peripherie-Ländern endgültig auf die Kernländer übergesprungen ist."

Experten erwarten Zinssenkung

Die Unternehmen beklagten einen Rückgang der Binnen- und Exportnachfrage. Verantwortlich dafür seien die düsteren weltweiten Konjunkturperspektiven und die Unsicherheit an den Finanzmärkten. Auch die Auftragsbestände nahmen erneut zügig ab. Mit Ausnahme von Deutschland und Österreich wurden überall Stellen abgebaut. In den fünf wirtschaftlich bedeutendsten Euro-Ländern Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden sank die Kostenbelastung der Unternehmen. Der Grund: billigere Rohstoffe.

Die Verkaufspreise wurden nur noch gering angehoben. Das spricht für einen nachlassende Inflation, die der Europäischen Zentralbank (EZB) Spielraum für Zinssenkungen eröffnet. Einige Experten erwarten, dass sie ihren Leitzins bereits kommende Woche senkt - von 1,25 auf 1,0 Prozent. Billiges Geld kann die Wirtschaft anschieben.

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