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Pause für Gewinn VW will 2012 neue Rekorde einfahren

Nach dem Rekordjahr 2011 setzt VW weiter auf Wachstum. 2012 soll ein neuer Absatzrekord her, der Gewinn darf eine Verschnaufpause einlegen. Langfristig sollen Investitionen die Einnahmen beflügeln.

Stagnierende Gewinne bei VW : Hohe Anlaufkosten für ein neues Produktionssystem zwingen den rekordverwöhnten Wolfsburger Autokonzern im laufenden Jahr zu einer Verschnaufpause. Vorstandschef Martin Winterkorn gab das Ziel aus, beim operativen Ergebnis das Vorjahresniveau wieder zu erreichen. Schon das ist allerdings ein ehrgeiziges Vorhaben, denn im abgelaufenen Ausnahmejahr steigerte der Elf-Marken-Konzern den Betriebsgewinn um 60 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro.

Als Grund für den Zwischenstopp führte der VW-Chef die Umrüstung der Werke auf den Modularen Querbaukasten an, dessen Einführung sich der Konzern zunächst viel Geld kosten lässt. Durch das neue Produktionssystem sollen die Kosten in den nächsten Jahren aber um bis zu 30 Prozent sinken, da die Zahl an Gleichteilen steigt. Der Umsatz von zuletzt knapp 160 Milliarden Euro soll 2012 weiter zulegen. Dazu trägt alleine schon die volle Einbeziehung des Münchner Lkw-Bauers MAN in die Bilanz bei, den VW im Herbst unter seine Kontrolle gebracht hatte, und der mit der schwedischen VW-Tochter Scania enger zusammenarbeiten soll. 2013 will Volkswagen auch beim Gewinn wieder durchstarten.

Audi-A3-Bau im Legoprinzip

Den Auftakt der nach der neuen Architektur gebauten Modelle macht der A3 von Audi, der erstmals auf dem Genfer Autosalon einem größeren Publikum präsentiert wurde. Im Herbst soll der Bestseller Golf in siebter Generation folgen. Das neue Baukastenprinzip kommt für alle kleineren Modelle und Kompaktwagen infrage, deren Motoren quer zur Fahrtrichtung eingebaut werden. Für die Ingenieure ist es das Ei des Kolumbus: Denn wenn sie künftig mit Vorständen und Designern zusammenkommen, um neue Modelle zu entwickeln, stecken sie aus Bauteilen wie Achsen, Vorder- und Hinterwagen, den Böden und Sitzgestellen einfach neue Fahrzeugvarianten zusammen - wie beim Lego-Prinzip.

Alleine im laufenden Jahr will der Konzern mit acht Pkw-Marken, den beiden Lkw-Bauern MAN und Scania sowie der VW-Transportersparte mehr als 40 neue Modelle und Fahrzeugvarianten auf die Straße bringen. "Wir rechnen deshalb damit, unsere Auslieferungen an Kunden gegenüber dem Vorjahr zu steigern", sagte Winterkorn. Die Höhe der Investitionen in das Baukastensystem bezifferte er nicht. Bisher ist nur soviel bekannt: Sie beträgt viele Milliarden.

Dividende wird mehr als verdreifacht

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern mit weltweit inzwischen mehr als 500.000 Beschäftigten den Reingewinn auf 16 Milliarden Euro mehr als verdoppelt und damit soviel verdient wie kein anderes deutsches Unternehmen. Aufgebläht wurde der Gewinn dabei auch von Bilanzeffekten aus der geplatzten Fusion mit der Porsche Holding SE, die das Finanzergebnis antrieben. Der Gewinn vor Steuern schnellte deshalb auf gigantische 19 Milliarden Euro. Die Dividende an die Stammaktionäre, darunter die Porsche SE, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar, soll um 80 Cent auf drei Euro angehoben werden.

Winterkorn räumte ein, dass es bei der Integration der zweiten Hälfte des Porsche-Sportwagengeschäfts noch Hürden gebe. Er äußerte sich aber nicht zur Aussicht, wann diese gelingen werde. "Alle Beteiligten arbeiten weiter mit Hochdruck daran, den integrierten Automobilkonzern mit Porsche zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen zu erreichen", wiederholte er frühere Aussagen. VW hatte die ursprünglich geplante Verschmelzung mit der Porsche Holding SE im vergangenen Jahr wegen juristischer Risiken abgesagt. Seither sucht die Konzernführung nach Wegen, um die nicht börsennotierte Porsche AG, in der das Porsche-Fahrzeug-Geschäft angesiedelt ist, komplett zu übernehmen. Nur dann kann der Wolfsburger Konzern die mit rund 700 Millionen Euro pro Jahr kalkulierten Kostenvorteile einstreichen, die sich durch gemeinsamen Einkauf und Entwicklung ergeben sollen.

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