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Sonnenkind der Branche? Conergy will 2012 schwarze Zahlen schreiben

Das Hamburger Solarunternehmen Conergy will 2012 operativ wieder schwarze Zahlen schreiben. Im ersten Quartal habe das Unternehmen zum ersten Mal seit dem Börsengang 2005 mehr eingenommen als ausgegeben, sagte Conergy-Vorstandschef Philip Comberg dem "Spiegel". "Wir haben 2011 einen Kapitalschnitt gemacht, aus unseren Fehlern gelernt und kommen endlich voran."

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hatte am vergangenen Mittwoch Conergy auf den Spitzenplatz der unrühmlichen Liste der "50 größten Kapitalvernichter" in Deutschland gesetzt. Demnach verloren Conergy-Titel in den vergangenen fünf Jahren 99,6 Prozent ihres Wertes - allein im letzten Jahr brach der Kurs um 87,1 Prozent ein. 2011 wies Conergy einen Verlust von 162 Millionen Euro aus, nach einem Minus von 45 Millionen Euro im Vorjahr.

Die letzten fünf Jahre seien für die Aktionäre "zweifellos schmerzhaft" gewesen, sagte Comberg, der seit drei Monaten im Amt ist, dem "Spiegel". Ursache seien vor allem eine Reihe von Fehleinschätzungen des alten Managements gewesen.

Früheren Angaben zufolge hatte Conergy zuletzt 2005 einen Gewinn erzielt und seitdem Verluste in Höhe von insgesamt rund 841 Millionen Euro ausgewiesen.

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