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Vor allem Porsche boomt China liebt Autos "Made in Germany"

Deutsche Autobauer lieben China. Und China liebt deutsche Autos. Vor allem Porsche freut sich darüber, dass Billigautos keine Absatzrenner sind. Die gesamte Volkswagengruppe will wachsen ohne Ende.

China wird die USA spätestens bis nächstes Jahr als größter Markt für Porsche weltweit überholen. Trotz schwächerer Konjunktur blickt die Volkswagengruppe zuversichtlich auf ihren wichtigsten Einzelmarkt.

Das Wachstum auf dem größten Automarkt der Welt werde in diesem Jahr zwischen fünf und zehn Prozent liegen, sagte der Vertriebschef in China, Weiming Soh, am Sonntag vor der internationalen Automesse in Peking, die am Montag die Tore öffnet. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen erfuhr, will Volkswagen auf jeden Fall schneller als der Gesamtmarkt wachsen.

"Kopf-an-Kopf-Rennen"

Am Montag wird in Wolfsburg in Gegenwart von Chinas Regierungschefs Wen Jiabao und Kanzlerin Angela Merkel der Vertrag für ein neues VW-Werk in Ürümqi in der nordwestchinesischen Region Xinjiang unterzeichnet. Welche Autos dort gebaut werden, "ist noch nicht entschieden", sagte eine Quelle. Es sei erstmal ein kleines Werk für 20.000 bis 50.000 Autos. Die Investition wird laut offiziellen Medien in Xinjiang rund zwei Milliarden Yuan, heute 240 Millionen Euro, betragen. Das neue Werk ist Teil der Strategie der Wolfsburger, stärker die Märkte im Westen Chinas zu erobern.

Nach den Boom-Jahren hat sich der Automarkt zwar abgekühlt, doch spüren vor allem chinesische Hersteller mit Billigautos den Abschwung. Ausländische Marken und Oberklasse-Autos sind weniger betroffen. Audi, Porsche und Lamborghini setzen weiter voll auf den chinesischen Markt. "Wir haben hier außergewöhnliches Wachstum", sagte der Vertriebsvorstand von Porsche, Bernhard Maier. Kein anderer Markt der Welt wachse so schnell wie China. Der Absatz sei im ersten Quartal sogar um 38 Prozent auf 7121 Porsche gesteigert worden.

"Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr wieder zweistelliges Wachstum erreichen werden." Zwar habe sich der Absatz in den USA stark erholt, doch gebe es ein "Kopf-an-Kopf-Rennen". Dass China größter Markt werde, "könnte dieses Jahr möglich sein", sagte Maier. Andere Porsche-Kreise verwiesen später eher vorsichtig auf nächstes Jahr. Auf keinem anderen Markt der Welt wurden schon zwei Jahre in Folge so viele Geländewagen Cayenne verkauft. Auch für die Limousine Panamera ist China der größte Markt.

"Riesige Wachstumsmöglichkeiten"

In einer Weltpremiere stellt Porsche auf der Pekinger Automesse den Cayenne GTS vor. Auch wird erstmals in Asien die neue Generation des Boxster präsentiert. Die Autoshow in der chinesischen Hauptstadt dauert bis 2. Mai und soll nach Presseberichten rund 800.000 Besucher anlocken. Am Montag wird Daimler auf der Messe das Konzept des gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller BYD (Build Your Dream) entwickelten Elektroautos vorstellen, das 2013 in Produktion gehen soll. Nach der anfänglichen Euphorie über die Elektro-Mobilität in China setzt aber zunehmend Ernüchterung ein, wie Experten sagten.

Von der leichten Abkühlung des Wirtschaftswachstums in China auf 8,1 Prozent lassen sich die ausländischen Hersteller aber nicht die gute Laune verderben. Der China-Chef von Audi, Dietmar Voggenreiter, sah "riesige Wachstumsmöglichkeiten". Es zeigten sich in China immer noch "viele weiße Flecken". Audi wolle die Zahl seiner Händler in zwei Jahren von 230 auf 400 erhöhen. Es gebe 100 chinesische Metropolen mit mehr als fünf Millionen Einwohnern. Audi sei erst in 57 dieser Städte vertreten. Nach einem Wachstum von 37 Prozent im Vorjahr hatte Audi in China im ersten Quartal sogar um 40 Prozent zugelegt.

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