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Im europäischen Vergleich Deutsche Arbeitnehmer sind produktiver

Trotz Finanzkrise ist die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut: Die Deutschen haben in den letzten Jahren deutlich mehr in weniger Zeit gearbeitet.

Die deutschen Arbeitnehmer haben in den vergangenen Jahren deutlich mehr in weniger Zeit gearbeitet. Zugleich ist die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gemessen an der Arbeitsproduktivität und den Lohnstückkosten im europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes vom Montag hervorgeht.

Arbeitsproduktivität und Lohnstückkosten sind wichtige Kennzahlen zur Beurteilung der internationalen Konkurrenzfähigkeit eines Landes. Nach den statistischen Angaben stieg die Produktivität je Erwerbstätigenstunde in der Europäischen Union von 2005 bis 2010 im Schnitt um 3,4 Prozent. Deutschland kam auf ein Plus von 4,0 Prozent. Frankreich verbuchte einen unterdurchschnittlichen Zuwachs von 3 Prozent, in Italien gab es so gut wie keinen Produktivitätsfortschritt.

Auswirkungen der Kurzarbeit

Werden die Lohnkosten ins Verhältnis zur Produktivität gesetzt, schneidet Deutschland ebenfalls besser ab als der EU-Durchschnitt. Insgesamt stiegen die Lohnstückkosten pro Arbeitnehmer in der EU von 2005 bis 2010 um 6,2 Prozent. In Deutschland gab es auch wegen moderater Lohnabschlüsse nur einen Zuwachs von 3,6 Prozent. Werden die Jahre einzeln betrachtet, so sanken die Lohnstückkosten in Europas größter Volkswirtschaft von 2005 bis 2010 mit Ausnahme der Krisenjahre 2008 und 2009.

Der kurzfristige Anstieg der Stückkosten lässt sich erklären durch die Ausweitung der Kurzarbeit - allerdings konnte so der Arbeitsmarkt während der Finanz- und Wirtschaftskrise stabilisiert werden. Die höheren Lohnstückkosten in der Krise seien also kein Zeichen für schlechtere Wettbewerbsfähigkeit, sondern Folge einer wirtschaftspolitischen Maßnahme, betonte das Statistische Bundesamt. In anderen europäischen Ländern hatte die Krise zu einer massiven Verstärkung der Arbeitslosigkeit geführt.

Hohe Lohnstückkosten in Euro-Krisenstaaten

Der Anstieg der Lohnstückkosten fiel unter anderem besonders kräftig in den Euro-Krisenstaaten Griechenland, Italien und Spanien aus, die zweistellige Zuwachsraten aufweisen. Als Mitglieder des gemeinsamen Währungsraumes haben diese Länder jetzt aber nicht mehr die Möglichkeit, ihre Währung abzuwerten, um so ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Handel zu verbessern.

Nach Angaben der Statistiker stieg die von den Beschäftigten im Schnitt erbrachte Wirtschaftsleistung in Deutschland zwischen 1991 und 2011 um 22,7 Prozent. Je Stunde stieg die Produktivität im untersuchten Jahrzehnt sogar um 34,8 Prozent, da im Schnitt deutlich weniger Arbeitsstunden geleistet wurden.

Die Lohnkosten pro Arbeitnehmer kletterten im selben Zeitraum um 47,5 Prozent. Die Lohnstückkosten pro Arbeitnehmer stiegen um 20,2 Prozent. Den größten Zuwachs gab es dabei in den ersten fünf Jahren nach der Wiedervereinigung. Danach blieben die Kosten bis 2008 weitgehend stabil oder sanken im Jahresvergleich.

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