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Nach Fast-Kollaps RBS überrascht mit Milliarden-Gewinn

Die Royal Bank of Scotland punktet nach ihrer Fastpleite mit einem operativen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro zu Jahresbeginn. Unterm Strich schreibt sie trotzdem tiefrote Zahlen.

Die seit der Finanzkrise großteils verstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) bleibt weiter in den roten Zahlen. Trotz der Erholung an den Kapitalmärkten verdreifachte sich der Verlust im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf gut 1,5 Milliarden Pfund (1,85 Mrd Euro), wie das britische Kreditinstitut mitteilte. Das lag aber vor allem an Bilanzierungseffekten bei der Neubewertung der eigenen Schulden - einem umstrittenen Kniff, den viele Banken in der Krise angewandt hatten. Das operative Geschäft erholte sich von den Rückschlägen Ende vergangenen Jahres und lag mit einem Gewinn von fast 1,2 Milliarden Pfund sogar leicht über dem Ergebnis des ersten Quartals 2011.

Vorstandschef Stephen Hester äußerte sich zufrieden über den Jahresauftakt. Die Bank mache weiter "exzellente Fortschritte" beim Beseitigen der Fehler der Vergangenheit. Bis Juni will die Bank die 163 Milliarden Pfund an Staatsgarantien zurückgegeben haben. Zudem könne die Bank nun wieder mit der Zahlung von Dividenden auf Vorzugsaktien beginnen, wofür 350 Millionen Pfund bereitstünden.

35.000 Stellen fallen weg

Die RBS ist einer der größten Sanierungsfälle weltweit. Der seit Ende 2008 amtierende Vorstandschef Hester sagte einmal, sein Job sei es, die größte Zeitbombe in der Geschichte zu entschärfen. Insgesamt musste das Institut wegen der Finanzkrise mit gut 45 Milliarden Pfund aus der Staatskasse gerettet werden. Das einstige Vorzeigeinstitut der britischen Bankbranche gehört seitdem zu mehr als 80 Prozent dem britischen Steuerzahler. Die Bank hat inzwischen 700 Milliarden Pfund an Risiko aus ihrer Bilanz genommen und 35.000 Stellen gestrichen.

Eine zusätzliche Belastung musste die RBS für die Fehlberatung von Kunden verbuchen. Sie legte dafür weitere 125 Millionen Pfund beiseite, nachdem sie bereits 850 Millionen Pfund im vergangenen Jahr für Schadensersatzansprüche zurückgestellt hatte. Auch die Konkurrenten Lloyds und Barclays hatten ihrer Rückstellungen erhöht.

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