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Drittes Quartal Deutsche Bank kann Gewinn steigern

Im dritten Quartal konnte die Deutsche Bank ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahr steigern - um 20 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro. Doch zahlreiche Rechtsstreitigkeiten belasten die Bilanz.

Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal mehr verdient als noch vor einem Jahr. Vor Steuern fuhr das Unternehmen zwischen Juni und September einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro ein, 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Deutsche Bank mitteilte. Unter dem Strich blieben 755 Millionen Euro. Damit übertraf das Kreditinstitut die Erwartungen von Analysten, die für das dritte Quartal mit einem Gewinn nach Steuern von rund 700 Millionen Euro gerechnet hatten.

Die beiden Co-Vorsitzenden des Vorstands, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, erklärten, die Deutsche Bank habe ein "starkes operatives Ergebnis" erzielt. Sie habe dabei auch vom verbesserten Marktumfeld profitiert.

Windige Hypothekengeschäfte

Trotzdem belasten die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten die Bilanz des Geldinstituts. In den ersten neun Monaten dieses Jahres legte der Konzern bereits 750 Millionen Euro für juristische Risiken zur Seite, wie die Bank mitteilte. Doch die Risiken für Jain und Fitschen sind noch viel höher. Im schlimmsten Fall könnten aus den Klagen weitere 2,5 Milliarden Euro Belastungen für die Bank drohen, wie sie im Quartalsbericht schreibt. Das Institut betont zugleich, dass diese Verluste "mehr als unwahrscheinlich" seien. Zu Risiken in einzelnen Fälle äußerte sich die Bank nicht, um den Ausgang der Verfahren nicht für sie selbst zu beeinträchtigen.

Als großes Risiko gilt etwa der vor einem Ende stehende Kirch-Prozess. Die Richter halten einen grundsätzlichen Schadenanspruch der Insolvenzverwalter und der Erben des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch inzwischen für sehr wahrscheinlich. Die Kirch-Seite fordert von der Deutschen Bank zwei Milliarden Euro Schadenersatz wegen vorsätzlicher Schädigung und weitere 1,3 Milliarden Euro in einem noch anhängigen Verfahren über Kirchs Beteiligung am Axel-Springer-Verlag.

Zudem laufen Ermittlungen und Zivilklagen gegen die Deutsche Bank wegen ihrer Verwicklung in die Affäre um manipulierte Zinsen im Interbankenmarkt (Libor).

Hinzu kommen zahlreiche Auseinandersetzungen wegen windiger Hypothekengeschäfte in den USA aus der Zeit vor der Finanzkrise. So soll das Institut andere Anleger mit Verbriefungsgeschäften übers Ohr gehauen haben. Im Mai hatte das Geldhaus mit der Zahlung von 202 Millionen US-Dollar eine Klage wegen zwielichtiger Geschäfte der US-Tochter MortgageIT aus der Welt geschafft.

An der Börse kamen die Zahlen aus Frankfurt gut an: Mit einem Aufschlag von mehr als drei Prozent waren die Papiere der Deutschen Bank bester DAX-Wert. Börsianer zeigten sich positiv überrascht von den "durch die Bank überraschend guten Zahlen" und begründeten das vor allem mit dem besser als erwarteten Investmentbanking.

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