Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Aus für "The Daily" Murdoch stellt iPad-Zeitung ein

"The Daily" sollte der Zukunft der Tageszeitungen den Weg bereiten. Stattdessen wird die Tablet-PC-Zeitung nun wegen Erfolglosigkeit eingestellt. Medienmogul Rupert Murdoch ist gescheitert.

Medienmogul Rupert Murdoch baut sein Imperium News Corp um und stellt die Digital-Zeitung "Daily" ein. Voraussichtlich ab Sommer 2013 soll es zwei voneinander getrennte Unternehmen geben: Das Verlagsgeschäft mit Zeitungen wie "The Times" auf der einen Seite, die gewinnträchtigere Unterhaltungssparte rund um Hollywood-Studios und Fernsehsender wie dem deutschen Bezahlsender Sky auf der anderen. Das geht aus einem Schreiben Murdochs an seine Mitarbeiter hervor.

Das Verlagsgeschäft soll weiter unter dem Namen News Corp firmieren, die Unterhaltungssparte soll Fox Group heißen. Zudem stellt der Konzern die Digital-Zeitung "The Daily" zum 15. Dezember ein. Die Tageszeitung erscheint auf rein elektronischem Weg über das iPad von Apple. Sie war damit die erste Zeitung, die speziell für das iPad entwickelt wurde und ausschließlich über Tablet-Computer in Umlauf kommt.

Komplette Trennung vom Verlagsgeschäft?

Für Murdoch ist die Aufspaltung des Konzerns eine strategische Kehrtwende: Der 81-Jährige hatte sein Geschäft einst mit Zeitungen begonnen. Nun gab er dem Drängen der Anlegern auf einer Neuorientierung nach. Der Druck, sich von dem Verlagsgeschäft zu trennen, war zuletzt durch den Abhörskandal bei dem inzwischen eingestellten britischen Boulevardblatt "News of the World" gewachsen. Murdoch hält die Fäden aber auch in Zukunft weitgehend selbst in der Hand.

Murdoch wird den Verwaltungsräten beider Firmen vorsitzen. Auch will er den Chefposten bei der Entertainment-Firma übernehmen. Die Verlagsgeschäfte sollen künftig von Robert Thomson, dem Geschäftsführer der Zeitung "Wall Street Journal", geleitet werden.

Schon seit längerem war einigen Großinvestoren das traditionelle Verlagsgeschäft ein Dorn im Auge, da es deutlich langsamer wächst und die Bilanz des Gesamtkonzerns mitunter auch durch Verluste belastet. Ohnehin hat die Unterhaltungsindustrie den Verkauf von Zeitungen und Büchern im Murdoch-Imperium längst in den Schatten gestellt: Das Film- und Fernsehgeschäft brachte dem Konzern in dem Jahr bis Juni 2011 Einnahmen von mehr als 23 Milliarden Dollar, die Verlage nur knapp neun Milliarden.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()