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Opel-Aus in Bochum General Motors in der Kritik

Nach dem Aus für die Opelproduktion in Bochum steht US-Mutterkonzern General Motors in der Kritik. Das Wirtschaftsministerium pflichtet den Arbeitnehmervertretern bei: Viele Fehler sind hausgemacht.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat dem Opel-Mutterkonzern <a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="http://www.n24.de/nachrichten/wirtschaft/aktie.html?secu=103648579" xlink:show="new" xlink:type="simple">General Motors</a> im Zusammenhang mit der Werkschließung in Bochum gravierende Managementfehler vorgeworfen. "Ich bin sauer, gerade weil das Unternehmen Fehler gemacht hat, auch beim Umgang mit den Mitarbeitern in der Vergangenheit", sagte Rösler der "Rheinischen Post". General Motors müsse sich fragen lassen, ob der Konzern in der Vergangenheit alles Notwendige getan habe, um das Aus für den Standort zu verhindern.

"So war es ein Fehler, dass Opel nur in sehr geringem Umfang Autos im wichtigsten Wachstumsmarkt China verkaufen durfte", kritisierte der Wirtschaftsminister. Er erwarte von Opel, dass das Unternehmen seiner Verantwortung gerecht werde und mithelfe, die Folgen der Werksschließung für die Beschäftigung abzumildern, fügte der FDP-Politiker hinzu. Staatliche Hilfen lehnte er ab: Eine finanzielle Hilfe der Bundesregierung werde es nicht geben, weil diese die unternehmerischen Probleme in der Regel nicht auf Dauer beheben könne. Nun seien die Stadt Bochum und das Land Nordrhein-Westfalen gefragt, durch Neuansiedlungen und Investitionen eine Zukunftsperspektive zu schaffen.

Opel macht sein Werk in Bochum mit 3365 Beschäftigten dicht. Der Vorstand kündigte am Montag an, dort die Produktion des Familienwagens Zafira 2016 auslaufen zu lassen. Das Opel-Warenverteilzentrum in Bochum mit derzeit 430 Mitarbeitern solle erhalten und möglicherweise aufgestockt werden, hatte Opel mitgeteilt. Opel-Interims-Chef Thomas Sedran begründete die Schließung mit dem dramatisch geschrumpften Automarkt in Westeuropa und den hohen Überkapazitäten in der gesamten Branche.

Die Frühschicht im Bochumer Opel-Werk hat am Dienstagmorgen ihre Arbeit nach der Hiobsbotschaft normal aufgenommen, wie Pressesprecher Alexander Bazio sagte. Nach Schließungsankündigung für die Bochumer Autofertigung hatten einige Beschäftigte Warnstreiks angekündigt. Auch der Betriebsrat warf der Unternehmensführung schwere Fehler vor. "Die Ursachen der Überkapazitäten sind nicht nur im wirtschaftlichen Umfeld zu suchen, sondern sind auch hausgemacht", sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug in Rüsselsheim. "Diese Suppe sollen nun die Kolleginnen und Kollegen in Bochum auslöffeln."

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