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Für 1,3 Milliarden Euro ProSiebenSat.1 verkauft Nordeuropa-Geschäft

ProSiebenSat.1 ist mit seinem Skandinavien-Geschäft auch die letzte große Sendergruppe im Ausland los geworden. Der US-Konzern Discovery zahlt 1,3 Milliarden Euro an das Münchner Medienhaus.

<a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="http://www.n24.de/nachrichten/wirtschaft/aktie.html?secu=2719&liste_back=mdax" xlink:show="new" xlink:type="simple">ProSiebenSat.1</a> verkauft seine Sender in Skandinavien für rund 1,3 Milliarden Euro an den US-Medienkonzern Discovery. Damit trennt sich die Sendergruppe vom letzen großen TV- und Radio-Geschäft im Ausland. Zugleich stellt der Konzern seinen Aktionären eine Dividende von 1,2 Milliarden Euro in Aussicht, wie der Konzern in München mitteilte. Für die beiden Finanzinvestoren KKR und Permira ist der Deal wohl der Einstieg in den Ausstieg bei dem Münchner Medienkonzern.

Über den Milliarden-Deal war in den vergangenen Monaten bereits mehrfach spekuliert worden, der Konzern selbst bestätigte zuletzt den Eingang mehrerer Angebote für die Sender. Zuvor hatte das Unternehmen bereits seine Sender in Belgien und den Niederlanden verkauft. Einen Teil der Einnahmen steckt der verschuldete Konzern in den Abbau seiner Verbindlichkeiten. Eigentlich hatte Vorstandschef Thomas Ebeling die gutlaufenden Sender länger behalten wollen, doch die Angebote waren wohl zu gut. Nun nimmt er fast das zehnfache des Jahresgewinns der Nordic-Sparte ein und das auf einem Schlag.

Damit könnte auch der Ausstieg der Mehrheitseigentümer KKR und Permira näherrücken. Das Geschäftsmodell von Unternehmen wie KKR oder Permira basiert darauf, Beteiligungen mit Gewinn wieder zu Geld zu machen - der Verkauf der nordischen Sender könnte angesichts der Riesen-Dividende ProSiebenSat.1 helfen, das zu beschleunigen.

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