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Neue Modelle geplant Porsche plant keine Ramsch-Autos

In den 70er und 80er Jahren versucht Porsche schon einmal, Modelle unter der "magischen Grenze" anzubieten - und geriet in finanzielle Probleme. Porsche geht zudem beim China-Hype nicht mit.

Angesichts seiner ehrgeizigen Absatzziele hat der Sportwagenbauer Porsche Pläne für den Ausbau der Modellpalette bekräftigt. Vorstandschef Matthias Müller sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus", Porsche erwäge den Bau kleinerer Autos sowie einer weiteren Limousine. Er sagte zugleich, Porsche wolle beim Preis seiner Fahrzeuge nicht unter 50.000 Euro gehen. Dies sei eine "magische Untergrenze". Günstiger dürfe ein Porsche nicht sein, wenn die Marke ihr Premium-Image nicht gefährden wolle.

Zu den einzelnen Fahrzeugsegmenten sagte Müller, Porsche könne sich ein kleineres Modell der Limousine Panamera vorstellen, einen Panamera Junior. Ein entsprechendes, viertüriges Modell würde vermutlich mit dem 5er BMW und einer Mercedes E-Klasse in einer Liga spielen. Entsprechende Überlegungen gibt es bei Porsche seit längerem.

Mehr als 120.000 ausgeliefert

Außerdem kündigte Müller erneut eine weitere Baureihe oberhalb der teuersten Version des Sportwagens 911 an. "Die Wahrscheinlichkeit halte ich für hoch", sagte der Manager. Ein Porsche 960 würde eindeutig zur Marke passen, es gebe auch bereits ein Designmodell. Ein solcher Wagen würde mit Ferrari konkurrieren. Er deutete zudem an, wieder einen Targa zu planen. "Wir können uns gut vorstellen, den Targ a 964 von vor 20 Jahren wiederzubeleben."

Porsche baut bisher die Baureihen 911, Cayenne, Panamera, Boxster/Cayman und bald den Macan, einen kleinen Geländewagen. Der Sportwagenbauer hat ehrgeizige Pläne. Der Absatz soll bis 2018 auf etwa 200.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen. Dazu sind mehr Modelle notwendig, die nicht zu teuer sind und Volumen schaffen. In diesem Jahr hat Porsche bereits nach elf Monaten einen Jahresverkaufsrekord aufgestellt. Bis Ende November lieferte die VW-Tochter weltweit 128.978 Neuwagen an Kunden aus, dies sind 8,5 Prozent mehr als der Bestwert des gesamten Vorjahres.

USA bleiben wichtiger als China

Die USA werden nach Einschätzung von Porsche-Vorstand Bernhard Maier noch lange der wichtigste Markt für den Sportwagenbauer bleiben. "Wenn sich die USA so weiterentwickeln, wird es noch eine Weile dauern, bis China die USA überholt", sagte der Vertriebs- und Marketingvorstand im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Obwohl das Riesenreich zunehmend an Bedeutung gewinne, hätten auch die USA noch immer großes Potenzial.

Maier sagte, sowohl China als auch die USA werden dieses Jahr "sehr erfolgreich" abschließen. "Wenn man die schiere Marktgröße betrachtet, dann hat China eindeutig das Potenzial, die USA abzulösen." In China erobert Porsche Maier zufolge derzeit neue Zielgruppen: "Als wir vor zehn Jahren China erschlossen haben, hatten viele unserer Käufer gar keinen Führerschein und haben sich fahren lassen", sagte er. "Das ist heute anders. Wir haben zwar immer noch die Klientel, die sich fahren lässt. Aber der Großteil liebt es eben, seinen Porsche selber zu fahren." Dabei entdeckten zunehmend auch Frauen die Sportwagen für sich.

"Wir haben einen relativ hohen Anteil weiblicher Kunden in China von über 30 Prozent - der mit Abstand höchste weltweit", sagte Maier. Der Frauenanteil wachse auch auf anderen Märkten, wie beispielsweise den USA. "Dort hat er in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt auf mittlerweile nahezu 15 Prozent."

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