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Geringeres Wachstum Kaufrausch in Luxus-Branche geht zu Ende

Geld haben die reichen Kunden weltweit zwar immer noch genug, aber es sitzt nicht mehr so locker wie bisher. 2013 stellen sich Luxushersteller wie der Modekonzern Escada auf ein schwieriges Jahr ein.

Diamanten, Uhren, teure Taschen oder kostspielige Kleider: Zu Weihnachten standen Luxus-Produkte auf vielen Wunschzetteln ganz weit oben. Für die Hersteller war das Weihnachtsgeschäft diesmal der krönende Abschluss eines guten Jahres mit Milliardenumsätzen weltweit. Die anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten schlägt aber auch den wohlhabenden Kunden auf das Gemüt. Im Jahr 2013 könnte das Wachstum der Luxus-Hersteller daher geringer ausfallen als bisher. "Die Kaufkraft ist da, aber vieles in unserem Markt ist Psychologie", sagte der Chef des Modekonzerns Escada, Bruno Sälzer, in München.

Große Kunden hielten sich bereits mit Bestellungen zurück. "Jeder ist im Moment vorsichtiger und stellt sich auf geringeres Wachstum ein." Statt sich das Lager zu füllen, bestellten die Händler erstmal überschaubare Mengen. Dennoch rechnet Sälzer auch im kommenden Jahr mit Zuwächsen im Luxus-Markt. "Es ist nicht so, dass die ganz große Krise ausbricht." In den vergangenen Jahren sei die Branche beständig gewachsen, dieses Plus werde 2013 aber geringer ausfallen als zuletzt.

Für das Jahr 2012 erwartet die Beratungsfirma Bain & Company in der Branche weltweit einen Zuwachs von zehn Prozent auf 212 Milliarden Euro. Vor allem reiche Kunden in China kurbelten die Geschäfte der Hersteller an. Teure Kleidung oder Accessoires gelten dort vor allem in der aufstrebenden Mittelschicht als Prestigeobjekte. "Es ist ein Zeichen dafür, dass man erfolgreich ist", sagt Sälzer. Auch als Geschenk von Auslandsreisen stünden teure Mitbringsel bei Asiaten hoch im Kurs.

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