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Dramatischer Einbruch Autoabsatz in EU erzielt Negativrekord

Der Autoabsatz in Europa ist auf den niedrigsten Stand seit 1995 gesunken. Grund hierfür war vor allem ein dramatischer Einbruch im Dezember. Auch deutsche Hersteller befinden sich im Abwärtssog.

Opel, Peugeot und Renault geraten immer stärker in Zugzwang: Der Einbruch der Pkw-Nachfrage in Europa reißt vor allem die Hersteller von Autos in die Tiefe, die auf hohe Stückzahlen zu günstigen Preisen setzen. Auch bei Ford und Fiat schlug die Kaufzurückhaltung der Verbraucher in Südeuropa im Dezember mit zweistelligen Verkaufsrückgängen massiv zu Buche, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Mittwoch mitteilte. Selbst die erfolgsverwöhnte Kernmarke VW des Wolfsburger Autobauers musste mit minus 22 Prozent kräftig Federn lassen. Unter den Premiumhersteller kam nur BMW ohne Schrammen durch das Krisenjahr. Zu den wenigen Gewinnern gehörten die koreanischen Marken Hyundai und Kia, die ihre europäischen Rivalen oft noch beim Preis unterbieten.

Dabei nahm der Abwärtstrend bei den Neuzulassungen im Dezember noch einmal Fahrt auf: In den 27 EU-Staaten schrumpfte der Autoabsatz im Vorjahresvergleich nach Verbandsangaben um 16,3 Prozent auf knapp 800.000 Fahrzeuge. Im gesamten Jahr 2012 sanken die Autoverkäufe in Europa um 8,2 Prozent auf zwölf Millionen Einheiten. Damit war es das schlechteste Jahr seit 1995. Bis auf Großbritannien schrumpften alle großen Märkte. Der Rückgang war lediglich vor 20 Jahren noch größer, als der Boom durch die deutsche Vereinigung abrupt zu Ende ging.

Entlastung ist für Massenhersteller nicht in Sicht, die die Misere in Europa nicht durch Verkäufe in China und den USA ausgleichen können. Marktforscher erwarten, dass sich die Talfahrt im laufenden Jahr fortsetzen wird, wenn auch mit geringerem Tempo. Die Schätzungen gehen von einem weiteren Rückgang der Pkw-Nachfrage in Westeuropa von drei Prozent aus. Damit dürfte der ruinöse Preiskampf unter den Herstellern nicht nachlassen.

Folgen weitere Werksschließungen?

Den stärksten Verkaufsrückgang unter den großen Marken registrierte im Schlussmonat 2012 Ford: Der US-Hersteller, der in Europa in den nächsten Jahren drei Werke dichtmacht, verkaufte in der EU 27 Prozent weniger Fahrzeuge als vor Jahresfrist. Dicht dahinter folgte die angeschlagene General-Motors-Tochter Opel, die zusammen mit ihrer britischen Schwester Vauxhall 26,2 Prozent weniger absetzte als vor einem Jahr. Der Marktanteil von Opel/Vauxhall sank im Dezember auf 6,5 Prozent. Auch Opel muss seine Kapazitäten verringern, da die Fabriken kaum noch ausgelastet sind. Der Autobauer hatte vor kurzen angekündigt, sein Werk in Bochum nach 2016 zu schließen.

GM-Partner PSA Peugeot Citroen schrumpfte um 18,2 Prozent. Dessen Lokalrivale Renault, der in den nächsten Jahren in Frankreich 7500 Arbeitsplätze streichen will, schlug im Dezember 19,1 Prozent weniger Autos los als vor Jahresfrist. Bei der Fiat-Gruppe belief sich das Minus auf 17,8 Prozent.

Volkswagen mit blauem Auge

BMW und Daimler schlugen sich unterschiedlich. Während der Münchner Konzern 3,6 Prozent mehr Wagen seiner weiß-blauen Marke verkaufte als vor Jahresfrist, gaben die Verkaufszahlen bei Daimlers Nobeltochter Mercedes-Benz um 6,6 Prozent nach. Bei den Kleinwagen sackten die Verkaufszahlen bei der BMW-Tochter Mini um 11,5 Prozent ab, die Daimler-Tochter Smart schlug sogar 28 Prozent weniger Fahrzeuge los. Toyota verkaufte von seiner Luxusmarke Lexus die Hälfte weniger als vor einem Jahr. Insgesamt sank der Absatz des japanischen Weltmarkführers im Dezember in der EU um 21,6 Prozent.

Größter Verlierer unter den europäischen Massenherstellern war im abgelaufenen Jahr Renault mit minus 19,1 Prozent, gefolgt von Fiat (minus 16,1 Prozent). Bei Volkswagen hielt sich der Rückgang mit minus 1,6 Prozent in Grenzen. Fast jedes vierte in der EU verkaufte Auto stammte 2012 von einer Marke des Wolfsburger Konzerns, der damit seine Vorherrschaft in Europa weiter ausbaute.

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