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Apple-Konkurrent mosert Huawei braucht "Geduld mit den USA"

Huawei ist bereits der zweitgrößte Kommunikationskonzern der Welt. Aber bekannt sind die Smartphones der Chinesen noch nicht wirklich. Vor allem in den USA gibt es Probleme - aus gutem Grund.

Chinas Telekom-Riese Huawei hat den USA vorgeworfen, den Konzern aus protektionistischen Motiven als Sicherheitsrisiko darzustellen. "Natürlich werden die Vorwürfe als Handelswaffe genutzt", sagte der Cyber-Sicherheitschef von Huawei, John Suffolk. Der chinesische Konzern habe jedoch Zeit. "Wir werden Geduld haben mit den USA, und auch mit anderen Ländern", erklärte Suffolk. Als Indien vor 20 Jahren in das Call-Center-Geschäft eingestiegen sei, habe es auch viele Befürchtungen gegeben. "Das wird sich mit der Zeit von alleine geben." Einer der Hauptkonkurrenten von Huawei ist der US-Konzern Cisco, der weltgrößte Netzwerk-Ausrüster.

In den USA war zuletzt eine Debatte über die Sicherheit von Huawei-Produkten entbrannt. Dem Konzern wurde eine zu große Nähe zur chinesischen Regierung vorgeworfen. Es gab Spekulationen, Huawei könnte über die von dem Unternehmen gebauten Netzwerke für drahtlose Kommunikation kritische Informationen ausspionieren. Eine Untersuchung der US-Regierung ergab jedoch nach Aussagen aus Behördenkreisen keine klaren Beweise dafür.

Geschadet hat die Sicherheitsdebatte Huawei nach den Worten Suffolks nicht. "Wir haben keine Kunden verloren, das Geschäft läuft gut", sagte der Manager. "Die Bilanz ist am Ende ziemlich neutral". Eigentlich habe sich die Diskussion sogar zum Vorteil für den Konzern entwickelt. "Die Debatte hat auf eine perverse Art Türen geöffnet - vorher hat sich ja niemand für uns interessiert", erklärte Suffolk. Huawei gewähre Interessierten Zugang zu den Werken und lasse sie mit den Entwicklungsingenieuren sprechen. Die Menschen lernten dabei etwas - und zugleich lerne der Konzern aus ihren Fragen und Bedenken.

Ein Beispiel dafür sei der deutsche Hacker und Cyber-Experte Felix Lindner. Er hatte im Oktober etliche Schwachstellen in den Verteilern von Huawei bekanntgemacht. Lindner sagte damals, Ursache seien offenbar nicht Spionageabsichten, sondern schlampiges Programmieren und schlechte Arbeitsverfahren.

"Als erstes stellte er fest, dass er auf unserer Webseite keine Möglichkeit finden konnte, um eine Schwachstelle zu melden", sagte Suffolk. Der Konzern habe dies geregelt. "Dann hat er einige Fehler und Schwachstellen entdeckt, das hat uns sehr geholfen, und wir haben diese Probleme beseitigt". Natürlich sei ein solcher Eklat nicht angenehm. Aber man dürfe solche Kritik von außen nicht ignorieren. "Wir haben Ingenieure zu Felix geschickt, die ihm zugehört und von ihm gelernt haben", berichtete Suffolk.

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