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Hoffnungsmarkt China Daimler kommt der Konkurrenz näher

Während für deutsche Autobauer im Reich der Mitte ein Absatzrekord dem nächsten folgte, hatte Daimler lange Probleme. Nun konnte der Autobauer seinen Absatz in China deutlich steigern.

Der Autobauer <a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="http://www.n24.de/nachrichten/wirtschaft/aktie.html?secu=297&t=quarter" xlink:show="new" xlink:type="simple">Daimler</a> hat zum Jahresstart auf dem wichtigen Wachstumsmarkt China Boden gut gemacht und damit seinen Absatz beflügelt. Im Januar verkaufte Daimlers Pkw-Sparte mit den Marken Mercedes, AMG, Smart und Maybach 102.180 Autos - ein Plus von 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

Getrieben wurde das Absatzplus vor allem vom bisherigen Sorgenkind China. Dort verkaufte Daimler im Januar 16.695 Mercedes-Benz, was einem deutlichen Zuwachs von 15,4 Prozent und dem bisher stärksten Januar-Absatz in dem Riesenreich entspricht. Im Dezember hatten die Schwaben, die dort der Konkurrenz hinterherfahren, in China noch ein dickes Minus verbucht.

Um das Geschäft voranzutreiben, hatte Daimler im Reich der Mitte jüngst wichtige Weichen gestellt: Erst in der vergangenen Woche waren die Stuttgarter bei ihrem chinesischen Partner BAIC eingestiegen. Zudem hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche mit dem bisherigen Lkw-Manager Hubertus Troska ein Vorstandsmitglied ernannt, das allein für China zuständig ist. Zuvor waren zwei bisher getrennt arbeitende Vertriebsgesellschaften in China unter einem Dach zusammengelegt worden.

Mit Spannung werden nun die Zahlen für 2012 erwartet, die der Autobauer an diesem Donnerstag (7.2.) in Stuttgart vorlegen will. "Dieses Jahr kann Mercedes die Lücke zwischen BMW und Audi vielleicht ein bisschen schließen", sagte Autoexperte Willi Diez. Zetsche will bis spätestens 2020 an den Rivalen Audi und BMW vorbeiziehen, fährt den beiden derzeit aber noch weit hinterher.

Besonders deutlich wird das derzeit trotz der jüngst guten Zahlen auf dem chinesischen Markt: Dort standen im vergangenen Jahr 405 838 Audis 196 211 Mercedes-Benz gegenüber. Auch BMW hat mit 326 444 Autos verglichen mit Daimler klar die Nase vorn. Die Bayern dürften die Bilanz der Schwaben aufmerksam beäugen - sie ziehen Mitte März mit ihren Zahlen nach.

"Wir gehen optimistisch in das Jahr 2013, auch wenn wir uns insbesondere in den kommenden Monaten auf volatile Märkte gerade in Westeuropa einstellen müssen», erklärte Vertriebschef Joachim Schmidt mit Blick auf die Absatzzahlen.

Schwung erhofft sich der Autobauer nicht zuletzt von neuen Modellen wie der E- und S-Klasse, die 2013 an den Start gehen sollen. Auch der Verkauf der neuen Kompakten soll Daimler zufolge noch weiter anziehen.

Neben China waren für Daimler zum Jahresstart vor allem die USA und Japan wichtige Wachstumstreiber beim Absatz. Unterdessen schwächelte der Konzern aber auf dem Heimatmarkt: In Deutschland ging der Absatz im Januar sogar leicht zurück.

Zuletzt hatte Daimler seine Gewinn- und Renditeziele für 2012 gekappt und ein milliardenschweres Sparpaket für seine Pkw-Sparte angekündigt. Die Stuttgarter rechnen demnach nur noch mit einem operativen Ergebnis von etwa 8 Milliarden Euro - im Jahresvergleich rund 9 Prozent Rückgang. Die Zahlen für 2012 dürften sich nach Erwartungen von Experten in der angekündigten Größenordnung bewegen.

"2013 wird sicherlich aus verschiedenen Gründen nicht das Zieljahr, das sich Daimler-Chef Zetsche vorgestellt hat", sagte Autoexperte Stefan Bratzel. "Man muss aber 2013 zumindest erkennen, dass man der Konkurrenz wieder näherkommt, sonst wird 2014 auch nicht besser."

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