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Auch "Time" dabei Time Warner stößt Zeitschriften ab

Time Warner bereinigt sein Portfolio und trennt sich von seinem Zeitschriftensegment. Die Medien rund um das "Time"-Magazin sollen in Zukunft ein eigenes börsennotiertes Unternehmen bilden.

Der Medienriese Time Warner gliedert seine Zeitschriftensparte aus und gibt damit auch das berühmte Nachrichtenmagazin "Time" ab. Die Sparte werde als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen vermutlich bis Ende des Jahres abgetrennt, teilte der US-Konzern mit. Time-Warner-Chef Jeff Bewkes erklärte in einem Memo an die Belegschaft, mit Fokussierung auf die Fernsehsender sowie dem Film- und TV-Geschäft entstehe "strategische Klarheit". Ein Sprecher sagte, der Mutterkonzern werde seinen Namen vermutlich nicht ändern. Insgesamt gehören Time Warner weltweit mehr als 100 Magazine, neben "Time" auch "Fortune" und "People".

Im vergangenen Monat waren Verhandlungen zwischen Time Warner und dem Konzern Meredith bekanntgeworden. Dessen CEO Stephen Lacy erklärte, man sei weiterhin zu Gesprächen bereit. Der Analyst Michael Corty von Morningstar sagte, offensichtlich habe Time Warner nicht das richtige Angebot von Meredith erhalten.

Der Zeitschriftenmarkt wird unter anderem von Smartphones und Tablets durcheinandergewirbelt. Viele Anzeigenkunden sind ins Internet abgewandert. Time Inc. hatte vor zehn Jahren einen Umsatz von 5,4 Milliarden Dollar und einen operativen Gewinn von 881 Millionen Dollar. Time Warner wies dagegen 2012 einen Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar auf und einen operativen Gewinn von 420 Millionen Dollar.

Auch andere Medienkonglomerate wie News Corp. planen die Abspaltung von Geschäftsteilen oder haben sie bereits vollzogen. Unter Bewkes hat sich Time Warner bereits von AOL und Time Warner Cable getrennt, die beide inzwischen unabhängige und börsennotierte Unternehmen sind. Am Markt werden solche Schritte begrüßt, weil die unterschiedlichen Unternehmensteile unterschiedliche Investorengruppen ansprechen: Das schnelle Wachstum bei Kabelsparten auf der einen Seite und der stetige Cashflow im klassischen Verlagsgeschäft.

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