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Warnstreik bei Vattenfall "Alter Schwede, gib uns Sicherheit"

Gespannte Stimmung bei Vattenfall: Tausende Beschäftigte des schwedischen Energiekonzerns gehen auf die Straße. Das Gehalt spielt bei den Warnstreiks jedoch nur eine untergeordnete Rolle.

Rund 8500 Angestellte des Energiekonzerns Vattenfall haben sich am Dienstag nach Gewerkschaftsangaben an mehrstündigen Warnstreiks beteiligt. Im Braunkohle-Kraftwerk Lippendorf bei Leipzig legten rund 120 Beschäftigte für zwei Stunden die Arbeit nieder. "Alter Schwede, gib uns Sicherheit", forderten die Demonstranten auf ihren Plakaten und machten teilweise mit Trillerpfeifen ihrem Ärger Luft. Die Vattenfall-Mitarbeiter demonstrierten damit für die Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld und einem Schutz vor Entlassungen bis 2020. Die schwedische Konzernleitung hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bis Ende 2014 rund 1500 Stellen in Deutschland abzubauen. Die Tarifverhandlungen werden an diesem Mittwoch in Berlin fortgesetzt.

Der Konzern hat bislang 2,2 Prozent höhere Einkommen für die kommenden zwölf Monate und weitere 1,6 Prozent für das folgende Jahr angeboten. Das ist den Gewerkschaften IG BCE, Verdi und IG Metall aber zu wenig.

In Lippendorf sei die Stimmung unter den insgesamt knapp 300 Beschäftigten besonders gedrückt, sagte der stellvertretende Landesbzirksleiter der IG BCE, Stephan Enzmann. "Es gibt erhebliche Zukunftsängste", sagte er. Vattenfall hatte vor kurzem Überlegungen bestätigt, seinen Kraftwerksblock in Lippendorf zu verkaufen. Es gibt aber noch keine Entscheidung dazu. Lippenddorf ist ein Gemeinschaftskraftwerk. Ein Block gehört dem Energiekonzern EnBW. Der andere Block gehört Vattenfall.

In Berlin legten über den Tag etwa 3500 Mitarbeiter in der Hauptverwaltung und drei Heizkraftwerken die Arbeit nieder, wie ein Verdi-Sprecher sagte. Gut 3000 Teilnehmer kamen nach Angaben der IG Metall zu einer Kundgebung in Hamburg.

An anderen Standorten in Ostdeutschland traten laut IG BCE mehr als 2000 Mitarbeiter in den Ausstand. Vor der Einfahrt ins Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg hielten Beschäftigte vorübergehend einen Kohlezug auf. Andere blockierten ein Werkstor des Kraftwerks Boxberg in Sachsen.

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