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Geringere Produktivität Osten hinkt bei Reallöhnen weiter hinterher

Die deutschen Reallöhne sind im dritten Quartal um 0,7 Prozent gestiegen. Zwischen Ost und West gibt es aber weiter große Unterschiede. Schuld ist auch die geringere Produktivität.

Die Reallöhne in Deutschland sind Ende 2012 das dritte Quartal in Folge gestiegen. Sie erhöhten sich von Oktober bis Dezember um durchschnittlich 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vorquartal hatte das Plus noch 0,9 Prozent betragen, davor 0,6 Prozent. Nominal legten die Löhne am Jahresende um rund 2,8 Prozent zu. Ein Großteil davon wurde aber von der Inflation aufgezehrt: Die Teuerungsrate lag bei 2,0 Prozent.

2012 stiegen die Reallöhne um 0,5 Prozent und damit das dritte Jahr in Folge. Allerdings fiel der Zuwachs sowohl 2011 mit 1,2 Prozent als auch 2010 mit 1,5 Prozent deutlich größer aus. Voll- und Teilzeitbeschäftigte verdienten durchschnittlich 19,33 Euro brutto pro Stunde. Sonderzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die höchsten Löhne wurden in Hamburg (21,83 Euro), Hessen (21,26 Euro) und Baden-Württemberg (20,93 Euro) gezahlt. Schlusslicht der westdeutschen Länder ist Schleswig-Holstein mit 17,99 Euro. Die geringsten Bruttostundenverdienste werden in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen (jeweils 14,78 Euro) und Sachsen-Anhalt (14,80 Euro) gezahlt.

Geringere Produktivität

"Der Hauptgrund für die Verdienstabstände zwischen den Bundesländern liegt in unterschiedlichen Produktivitätsniveaus", schrieben die Statistiker. "Je höher der Gegenwert der von den Erwerbstätigen hergestellten Waren und erbrachten Dienstleistungen ist, desto höhere Verdienste können den Beschäftigten gezahlt werden." Zuletzt lag das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen in den alten Bundesländern um 32,5 Prozent über dem Durchschnitt der neuen Länder.

Die höchste Produktivität wiesen wie bei den Verdiensten Hamburg und Hessen auf, während sie in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern am geringsten ausfiel. "Diese Struktur zeigt sich seit mehreren Jahren und kann daher auch als Erklärung für den Verdienstabstand von 34,1 Prozent im Jahr 2012 zwischen Ost- und Westdeutschland herangezogen werden", erklärten die Statistiker.

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