Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Merkel beim EU-Gipfel Heftige Schelte für irische Banker

Skandalöse Telefonmitschnitte von Ex-Topmanagern der irischen Pleitebank Anglo Irish Bank sorgten für viel Aufruhr in Europa. Kanzlerin Angela Merkel kritisierte das Verhalten der Banker scharf. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Deutschland verhöhnenden und die EU-Hilfen ins Lächerliche ziehenden irischen Banker scharf kritisiert. "Das ist eine richtige Schädigung der Demokratie, der sozialen Marktwirtschaft und allem, wofür wir arbeiten", sagte Merkel in der Nacht zu Freitag am Rande des EU-Gipfels in Brüssel und fügte hinzu: "Dafür habe ich wirklich nur Verachtung".

Von irischen Bankern waren jüngst entlarvende Telefonmitschnitte aus dem Jahr 2008 veröffentlicht worden, die in Irland und Europa für viel Aufruhr sorgten. So gibt es das Zitat des damaligen Institutschefs der Anglo Irish: "Neuer Tag, neue Milliarde." Ein anderer Banker sang demnach am Telefon "Deutschland, Deutschland über alles" in Anlehnung an eine Nationalhymne aus der Zeit vor dem Krieg. Irland hatte die Anglo Irish mit Hilfe seiner EU-Partner gerettet. Deutschland war größter EU-Geldgeber bei den Hilfen. EU und IWF hatten Irland mit 85 Milliarden Euro von der Pleite bewahrt.

Untersuchung wegen Anglo Irish Bank

Irische Politiker fordern, die Abwicklung der Anglo Irish Bank erneut parlamentarisch zu untersuchen. Die Zeitung "Irish Independent" hatte den Inhalt mitgeschnittener Telefonate von Bankern aus dem Jahr 2008 veröffentlicht aus den deutlich werde, dass irische Top-Banker damals zum Ausmaß eines nötigen Überbrückungskredits zur Rettung der maroden Bank gelogen hätten, schreibt das Blatt. Die Banker hätten gewusst, dass weit mehr als die von den Iren angeforderten 7 Milliarden Euro nötig gewesen seien. 

Die Enthüllungen des "Irish Independent" seien "wirklich schockierend", sagte der stellvertretende Ministerpräsident Eamon Gilmore. Sie verdeutlichten Arroganz, Überheblichkeit und Desinteresse an den Belangen der Steuerzahler und des irischen Volkes. Er versprach, schnell nötige Rahmenbedingen für eine parlamentarische Aufarbeitung zu schaffen. Eine Untersuchung wird für den Herbst erwartet, über die Modalitäten und Zuständigkeiten des Untersuchungsausschusses wird noch gestritten. Joan Burton von der Labour-Partei hatte zuvor den ehemaligen Ministerpräsidenten Brian Cowen aufgefordert, Einzelheiten zu veröffentlichen.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()