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Top-Banker verurteilt Wallstreet-Größe muss 14 Millionen blechen

Die US-Justiz macht weiter Jagd auf Kriminelle in Maßanzügen. Nun muss ein ehemaliger Goldman-Sachs-Verwaltungsrat eine saftige Strafe wegen Insiderhandels zahlen.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine hohe Geldstrafe gegen einen der prominentesten Insiderhändler der Wall Street erwirkt. Ein Gericht in New York verurteilte Rajat Gupta zur Zahlung von 13,9 Millionen Dollar (10,6 Mio Euro), weil er Firmengeheimnisse verraten habe. Zudem wurde ihm verboten, jemals wieder in gehobenen Positionen in börsennotierten Unternehmen oder bei bestimmten Finanzfirmen zu arbeiten.

Gupta stand zehn Jahre an der Spitze der Unternehmensberatung McKinsey. Seine exzellenten Kontakte brachten ihm Posten in den Verwaltungsräten des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble und der Investmentbank Goldman Sachs ein. Zum Verhängnis wurde ihm letztlich seine Männerfreundschaft zum Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam.

Gupta gab nach Ansicht der Ermittler Geheimnisse aus geschlossenen Sitzungen der Firmengremien teils schon Minuten später an Rajaratnam weiter. So soll er seinem Freund in der heißen Phase der Finanzkrise im September 2008 verraten haben, dass US-Starinvestor Warren Buffett 5 Milliarden Dollar in Goldman Sachs stecken wolle. Rajaratnam deckte sich mit Aktien ein und machte einen satten Profit, als die Geldspritze offiziell wurde und der Kurs in die Höhe schoss.

Börsenaufsicht will ein Zeichen setzten

"Die heute verhängten Auflagen schicken eine klare Botschaft an Mitglieder von Verwaltungsräten", erklärte SEC-Ermittler George Canellos. Er kündigte an, dass die Börsenaufsicht entsprechende Vergehen auch künftig mit aller Härte verfolgen werde. Insiderhandel ist verboten, weil er andere Anleger benachteiligt.

Ein Gericht hatte Gupta bereits im vergangenen Jahr in einem Strafprozess zu zwei Jahren Gefängnis und einer Strafe von 5 Millionen Dollar verurteilt. Allerdings ist Gupta gegen Kaution auf freiem Fuß, weil er Berufung eingelegt hatte. Der jetzige Richterspruch erging in einem parallel laufenden Zivilverfahren, dass die SEC angestoßen hatte.

Drahtzieher Rajaratnam war bereits 2011 zu elf Jahren Gefängnis und hohen Geldstrafen verurteilt worden. Der Fondsmanager war der Kopf eines ganzen Insiderrings. Dessen Aufdeckung hatte die Wall Street erschüttert und zu einer härteren Gangart der Justiz in Finanzdelikten geführt. Es gab mehrere Verurteilungen. Gupta gilt als prominenteste Figur in diesem Zusammenhang.

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