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US-Geldpolitik Börsen vor Woche der Wahrheit

Drosselt die US- Notenbank Fed ihre Staatsanleihenkäufe? Weltweit warten Investoren gespannt auf die Entscheidung von Fed-Chef Ben Bernanke und die US-Wirtschaftsdaten des zweiten Quartals. 

Die Aktienmärkte weltweit stehen vor einer weiteren Woche voller Unsicherheit. Mit Spannung warten die Investoren auf jegliche Anzeichen darauf, wann und vor allem in welchem Umfang die US-Notenbank Fed damit beginnt, ihre Staatsanleihenkäufe zu drosseln. Bei dem urlaubsbedingt dünnen Handel werden sich die Börsianer zwar auf größere Kursausschläge von Tag zu Tag einstellen müssen. Unter dem Strich könnte die neue Börsenwoche jedoch für Dax, Dow und Co. zum Nullsummenspiel werden.

"Der deutsche Aktienmarkt wird seine Sommerkonsolidierung wohl vorerst fortsetzen", sagt Commerzbank-Stratege Andreas Hürkamp. Die Unsicherheit über das weitere Vorgehen der US-Notenbank, Sorgen um die Entwicklung in den Schwellenländer und sinkende Gewinnerwartungen für deutsche Unternehmen dürften seiner Meinung nach belasten. Zwar ist das Interesse der Investoren an den Aktienmärkten in Deutschland und den USA laut Alexander Lukas vom Vermögensverwalter Weberbank grundsätzlich nach wie vor hoch. "Allerdings fehlen derzeit die Impulse."

In der ablaufenden Börsenwoche kamen wichtige Indizes nicht vom Fleck: Der Dax gewann auf Wochensicht 0,4 Prozent. Der EuroStoxx50 legte 0,5 Prozent zu. Der US-Leitindex Dow Jones verlor 0,5 Prozent, der S&P gewann 0,5 Prozent, die Nasdaq 1,5 Prozent.

Wann setzt die Fed die Märkte auf Entzug?

Nach dem Abebben der Bilanzsaison ruht das Augenmerk der Anleger vor allem auf der US-Konjunktur, von deren Erholung die US-Notenbank Fed einen schrittweisen Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik (Tapering) abhängig macht. Die meisten Ökonomen setzen mittlerweile auf ein baldiges Abebben der großen Geldflut der US-Notenbank. Laut einer Reuters-Umfrage erwarten knapp drei Viertel der Volkswirte, dass die Federal Reserve im September den Fuß vom Gas nimmt. Die Experten gehen davon aus, dass die Notenbank in einem ersten Schritt das Volumen der monatlichen Ankäufe von Staatsanleihen und Immobilienpapiere um 15 Milliarden Dollar verringern wird. Derzeit kauft sie noch Papiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf, um der Wirtschaft auf die Beine zu helfen.

Entscheidend für das weitere Vorgehen der Fed ist die Entwicklung der US-Wirtschaft. Am Donnerstag stehen die Daten zur Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal an, Experten rechnen mit einem Wachstum aufs Jahr hochgerechnet von 2,2 Prozent. "Wenn es mehr als 2,5 Prozent werden, könnte das problematisch werden, weil es darauf hindeuten könnte, dass die Fed ihre Stützkäufe etwas stärker reduziert als bisher angenommen", sagte Bruce Buttlers, Chefstratege bei Robert W. Baird. "Das würde den Aktienmarkt in Aufruhr versetzen."

Auch die US-Auftragseingänge, die Stimmungsindikatoren regionaler Notenbanken und der Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan werden von den Investoren genau beobachtet werden. Die entscheidende Rolle für eine Reduzierung der Anleihekäufe der Fed komme der Arbeitsmarktentwicklung zu, konstatiert Carsten Klude von M.M. Warburg. "Positiv hervorgehoben wird im jüngsten Protokoll die Tatsache, dass es in den vergangenen Monaten zu einem kontinuierlichen Beschäftigungsanstieg gekommen ist", bemerkt der Volkswirt. Die Arbeitslosenquote war zuletzt auf 7,4 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit Dezember 2008 gefallen. Am Donnerstag stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf der Agenda.

Erneuter IFO-Anstieg Dürfte kaum überraschen

In Deutschland rückt am Dienstag der Ifo-Geschäftsklimaindex für August in den Fokus. Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg des Barometers. "Ob das den Dax über die alten Höchststände katapultiert, ist aber fraglich", sagt Helaba-Stratege Markus Reinwand. "Schließlich haben Aktien schon viel Positives vorweggenommen." 

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