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Studie untersucht Europas Banken Spanien ist der Meister der faulen Kredite

Europas Banken haben einen Negativrekord geknackt: 2013 saßen sie mit fast einer Billion Euro auf so vielen faulen Krediten wie noch nie. Die Aussichten für 2014 sind trotzdem vielversprechend.

Auf den Bilanzen der Banken in der Euro-Zone lasten nach einer Studie der Unternehmensberatung EY (Ernst & Young) fast eine Billion Euro an faulen Krediten. 7,8 Prozent aller Kredite würden in diesem Jahr voraussichtlich nicht oder nicht fristgerecht zurückgezahlt, berichtete EY in ihrem "Eurozone Financial Services Forecast". Das entspreche 940 Milliarden Euro - 120 Milliarden mehr als 2012 und damit so viel wie noch nie.

"Das führt bei den Banken zu einer steigenden Risikovorsorge", sagte Claus-Peter Wagner, der sich bei EY um die Finanzbranche kümmert. Am meisten faule Kredite haben Banken in Spanien (12,0 Prozent) und Italien (11,5 Prozent) in den Büchern. Deutschland sei mit 3,2 Prozent dagegen ein Musterknabe. Die Deutsche Bank wies für die ersten neun Monate eine Ausfallrate von 2,5 Prozent aus.

2014 könnte sich der Trend drehen

Wegen der starken Inlandskonjunktur und dem boomenden Immobilienmarkt rechnet EY für 2014 in Deutschland sogar mit einem Rückgang auf 2,8 Prozent. Dann sei auch europaweit mit einem Abbau der notleidenden Kredite zu rechnen - nach EY-Schätzungen um zehn Prozent auf knapp 850 Milliarden Euro. Zum einen lagerten immer mehr Banken faule Kredite auf Abbaubanken aus und entlasteten damit ihre Bilanzen. Zum anderen ließen sich Kredite mit hoher Ausfallwahrscheinlichkeit immer leichter an Finanzinvestoren verkaufen - allerdings mit Abschlägen zum Nennwert. "Sie gelten mittlerweile als etablierte Anlageklasse, weil wenigstens ein Teil von ihnen noch getilgt werden kann", so EY. Mit neuen Krediten hielten sich die Banken aber zurück. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft schätzt den Rückgang der Kreditvergabe auf zwei Prozent.

Trotz der wachsenden Kreditausfälle prognostiziert EY für die Banken in den 17 Euro-Ländern in diesem Jahr einen Gewinnanstieg um insgesamt ein Prozent auf 605 Milliarden Euro. Für das nächste Jahr könnten sie sogar mit einer Steigerung um sieben Prozent rechnen. "Obwohl die Probleme im europäischen Bankensektor nicht vollständig ausgestanden sind, sehen wir eine leichte Beruhigung und Stabilisierung des Systems", sagte Wagner. "Und es spricht einiges dafür, dass neue Turbulenzen in der Euro-Zone vorerst ausbleiben." Für 2014 sei ein Anstieg der Kreditvergabe um vier Prozent zu erwarten.

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