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Riesen-Airbus unsicher? Luftfahrt-Bundesamt ermittelt

Das Luftfahrt-Bundesamt ermittelt bei Airbus wegen technischer Probleme bei einem A380. Auslöser ist laut "Bild"-Zeitung ein anonymer Hinweis bei der Polizei auf Probleme bei einer Maschine, die derzeit auf dem Gelände in Hamburg-Finkenwerder steht und noch diese Woche nach Toulouse starten sollte. "Die Polizei hat das Luftfahrt-Bundesamt über die anonyme Anzeige informiert", erklärte das Bundesamt. Airbus bestätigte die Untersuchungen.

Dem Bericht zufolge hatten Mitarbeiter mehrfach auf Schwierigkeiten an den Landeklappen hingewiesen. Airbus habe diese Hinweise mit dem Verweis auf Termingründe jedoch ignoriert und werde fahrlässigerweise an dem Start festhalten.

Die Sprecherin das Luftfahrt-Bundesamtes (LBA) erklärte, die Behörde habe im Rahmen seiner Zuständigkeit als Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde über den Herstellungsbetrieb Airbus eine Prüfung eingeleitet. Vor Abschluss der Überprüfungen werde es den Zeitungsbericht jedoch nicht weiter kommentieren. Auch die Hamburger Behörde für Wirtschaft und Arbeit erklärte, als zuständige Luftaufsichtsbehörde die Sachlage zu prüfen.

Airbus bestätigte am Abend, dass die Behörden das Flugzeug ansehen und klärende Gespräche führen. "Wir unterstützen die Behörden bei ihren Untersuchungen, um vollständige Transparenz zu erreichen", betonte Airbus-Sprecherin Nina Pretzlick und betonte: "Sicherheit hat bei uns oberste Priorität." Zu den Vorwürfen nehme das Unternehmen keine Stellung.

Der Superjumbo Airbus A380 ist das größte Passagierflugzeug aller Zeiten. In der Basisversion der Maschine finden 555 Fluggäste Platz, der Flieger kann rund 15.000 Kilometer ohne Zwischenlandung zurücklegen. 2007 lieferte Airbus die erste Maschine an Singapur Airlines aus - mit anderthalb Jahren Verspätung. Die daraus resultierenden Milliardenverluste will der Airbus Mutterkonzern EADS mit dem Sanierungsprogramm Power 8 auffangen.

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