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Bayer AG Krebsmittel Nexavar floppt in klinischer Studie

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat mit seinem Krebsmittel Nexavar einen Rückschlag erlitten. Das Medikament kann nicht das Wiederauftreten von Leberkrebs verzögern.

In einer klinischen Studie habe das Medikament anders als erhofft, das Wiederauftreten von Leberkrebs nicht verzögern können, teilte Bayer in Berlin mit. Deutschlands größter Arzneimittelhersteller testete das seit mehreren Jahren auf dem Markt befindliche Medikament als Begleittherapie bei Leberkrebspatienten, denen bereits alle Geschwüre entfernt wurden. Der Test war eine Studie der Phase III - das ist die letzte Erprobungsphase vor einem Zulassungsantrag. Die Bayer-Aktie gab leicht nach.

Nexavar zählt zu den wichtigsten Medikamenten von Bayer. Im vergangenen Jahr war die Arznei mit Umsätzen von 771 Millionen Euro das fünftumsatzstärkste Präparat des Pharmageschäfts. "Obwohl wir vom Ausgang der Studie enttäuscht sind, wollen wir weiterhin das Potenzial von Sorafenib in allen Stadien von Leberkrebs untersuchen", erklärte der Entwicklungschef von Bayer HealthCare, Jörg Möller. Sorafenib ist der Wirkstoff der Arznei. Bayer will die Studienergebnisse nun im Detail auf einem der nächsten Medizinkongresse vorstellen. Die Leverkusener arbeiten bei Nexavar mit der Tochter Onyx des US-Biotechkonzerns Amgen zusammen. Die Krebsmedizin ist einer der Schwerpunkte von Bayer in der Arzneimittel-Entwicklung.

Der Nexavar-Wirkstoff Sorafenib hemmt über ein Enzym das Wachstum von Tumorzellen. Zugleich greift die Substanz in die Gefäßneubildung ein und unterdrückt damit die Blutversorgung des Tumors. Das Medikament ist seit 2005 zur Behandlung von Nierenkrebs und seit 2007 zur Behandlung von Leberkrebs zugelassen. Im November vergangenen Jahres wurde die Arznei in den USA auch zur Behandlung von Schilddrüsenkrebs genehmigt. 

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