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Milliarden-Gewinne im zweiten Quartal Daimler stellt Mitarbeiter vor Entscheidung

Dank neuer Modelle fährt Daimler im zweiten Quartal satte Milliarden-Gewinne ein. Die sollen in deutsche Standorte investiert werden. Im Gegenzug sollen die Mitarbeiter allerdings dafür bezahlen.

Im Dreikampf mit BMW und Audi will der Autobauer Daimler in den nächsten Monaten die Schlagzahl erhöhen. In der zweiten Jahreshälfte solle der Gewinn aus dem laufenden Geschäft höher liegen als in den ersten sechs Monaten, sagte Finanzchef Bodo Uebber zur Zahlenvorlage für das zweite Quartal. Daimler hatte dank seiner neuen S-Klasse das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen April und Juni um 12 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro gesteigert, wie der DAX-Konzern in Stuttgart mitteilte. Für das erste Halbjahr kommen die Stuttgarter damit auf 4,54 Milliarden Euro.

Unter dem Strich blieben im zweiten Quartal nach Minderheiten auch dank eines Bewertungseffekts bei der Beteiligung am US-Elektropionier Tesla 2,1 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte der Verkauf der restlichen Airbus-Anteile (ehemals EADS) den Überschuss auf über 2,8 Milliarden Euro gehoben. Der Umsatz im zweiten Quartal des laufenden Jahres wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 31,5 Milliarden Euro. Die Rivalen Audi und BMW haben noch keine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt.

Bei den Schwaben läuft derzeit ein Sparprogramm durch mehrere Geschäftsbereiche, das bis Ende des Jahres insgesamt 4 Milliarden Euro einspielen soll. Die Sparmaßnahmen sollen dann 2015 voll im Ergebnis wirksam werden. "Wir werden sie strukturell absichern und konsequent ausbauen", kündigte Daimler-Chef Dieter Zetsche an. An der Prognose für das laufende Jahr, nach der sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich zulegen sollen, halten die Schwaben fest.

Im Gegenzug für Zugeständnisse der Mitarbeiter plant Daimler nach Zeitungsinformationen offenbar Milliarden-Investitionen in drei deutsche Standorte. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise berichtete, sollen in den kommenden Jahren drei Milliarden Euro in die Standorte Sindelfingen, Stuttgart-Untertürkheim und Gaggenau fließen. Dafür verlange das Unternehmen aber ein Entgegenkommen der Beschäftigten, wie etwa längere Arbeitszeiten. Mit Einsparungen bei den Lohnkosten möchte der Konzern demnach die Kosten über das bisher bekannte Maß hinaus senken - um rund zwei Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren.

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