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Kunstwort mit negativem Klang Was bedeutet eigentlich "Grexit"?

Seit Tagen wird über ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone spekuliert. Die Angst vor einem "Grexit" lässt auch den Aktienmarkt reagieren. Doch woher kommt dieser Begriff genau?

Auf einmal ist das Wort "Grexit" wieder in aller Munde - der mögliche Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Sprachlich gesehen sei "Grexit" ein sogenanntes Kofferwort oder eine Kontraktion, sagt Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden. Zwei englische Wörter - "Greek" (griechisch) und "exit" (Ausgang) - werden zu einem neuen Wort zusammengezogen.

Dieser neue Begriff klinge technisch-neutral, stehe aber für große politische und finanzielle Verwerfungen zwischen Griechenland und den anderen Euroländern. "Grexit" sei von der Bedeutung her "mit Sicherheit keine positive Geschichte", sagt Ewels.

Kurse im Minus

Die wieder hochgekochte Diskussion über ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone belastet unterdessen den europäischen Aktienmarkt stark. Der Eurostoxx 50 weitete seinen Verluste am Nachmittag vorübergehend auf mehr als drei Prozent aus. Zuletzt stand der Leitindex der Eurozone noch 2,75 Prozent tiefer bei 3053,20 Punkten. Auf die Stimmung schlug sich auch der schwache Handelsauftakt an der Wall Street nieder. Dort fiel der Dow Jones Industrial um gut ein Prozent.

Wachsende Ängste vor einem "Grexit"  könnten ein erhebliches Risiko für die Konjunktur in der Eurozone darstellen, schrieb Jonathan Loynes, Volkswirt für Europa beim Analysehaus Capital Economics. Auch die letzte Krise der Eurozone habe mit einem isolierten Problem in Griechenland begonnen und sich dann auf andere Länder ausgebreitet.

Hinzu kommt der scheinbar unaufhaltsame Preisverfall bei Rohöl, der Händlern zufolge für einige Verunsicherung am Markt sorgt. Der Ölpreisrutsch schlägt sich stark in der Preisentwicklung nieder und lässt einem Händler zufolge wieder das Deflationsgespenst über das Parkett spuken.

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