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dm Drogerie-Kette schafft kostenlose Plastiktüten ab

Die EU sagt Einwegtüten den Kampf an. Die Drogerie-Kette dm handelt jetzt schon. Bald soll es keine Gratis-Tüten mehr an der Kasse geben. Die Konkurrenz gibt sich zurückhaltender.

Die Drogerie-Kette dm setzt ein Zeichen beim Umweltschutz: Ab sofort soll es in den Filialen keine kostenlosen Mini-Plastiktüten mehr an den Kassen geben. In den Läden hängen Schilder, die die Kunden darauf hinweisen. Es sei jedoch allen Filialleitern freigestellt zu entscheiden, ob sie die Tüten weiter anbieten wollten oder nicht.

Die Entscheidung gegen die Plastiktüten an der Kasse sei nach positiven Reaktionen der Kunden auf einen Testlauf in mehreren Filialen gefallen, hieß es in der Firmenzentrale in Karlsruhe.

Der direkte Konkurrent Rossmann bietet dagegen weiterhin Gratis-Tüten an. Die günstige Anschaffung für den praktischen Werbeträger verleitet viele Unternehmen zur Herstellung der Tüten.

Schärfere EU-Vorgaben gegen Einwegtüten gefordert

Die Europäische Union sagte den Einwegtüten deshalb den Kampf an. Ein europaweites Verbot von Plastiktüten fand keine Mehrheit unter den EU-Staaten. Um die Zahl der umweltschädlichen Einwegtüten zu verringern, dürfen EU-Staaten künftig Einwegtüten besteuern oder ganz verbieten.

Sehr dünne Tüten zum Verpacken von Obst, Gemüse oder Frischfleisch sind davon ausgenommen. Das Ziel: Die Kunden sollen bis zum Jahr 2025 nur noch 40 dieser Beutel pro Jahr verbrauchen. Im Jahr 2010 waren es noch 176; Deutschland lag mit 64 Einwegbeuteln unter dem EU-Durchschnitt. Die Pläne treten 20 Tage nach Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft, was in den nächsten Tagen erwartet wird.

"Die Maßnahmen können sowohl regulatorischer als auch freiwilliger Art sein", sagte eine Sprecherin von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) dazu. Die Regierung hat aber noch nicht entschieden, wie sie die Vorgabe umsetzen will, die auch Steuern oder Sondergebühren erlaubt.

"Bei einer Abwägung von Aufwand und Nutzen spricht derzeit aus unserer Sicht nichts dafür, in Deutschland Abgaben oder gar Verbote zur Reduzierung des Verbrauchs an Plastiktüten einzuführen", sagte die Sprecherin. Es gebe positive Signale des Handels zur Kooperation. Das Umweltbundesamt hatte vorgeschlagen, Plastiktüten zum Beispiel in Kaufhäusern und Bekleidungsgeschäften nicht mehr umsonst abzugeben.

Im Januar war Hendricks eine von 118.000 Menschen unterzeichnete Petition zur Eindämmung des Tütenverbrauchs überreicht worden. Dabei geht es um eine Umweltabgabe auf alle Plastiktüten von 22 Cent. Allein 5000 Tüten würden innerhalb von zehn Minuten in der Berlin ausgegeben.

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