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Kreise Eon droht Milliardenverlust

Eon droht nach hohen Abschreibungen 2014 ein schmerzhafter Verlust. Der Konzern soll den Verkauf der Nordsee-Gasförderung vorantreiben und denkt über eine Stilllegung eines modernen Gaskraftwerks nach.

Deutschlands größter Energiekonzern Eon steht laut Schätzungen aus Branchenkreisen vor einem Milliardenverlust für 2014.

Das Unternehmen hatte Ende vergangenen Jahres bereits 4,5 Milliarden Euro Abschreibungen im vierten Quartal angekündigt - zusätzlich zu 700 Millionen Euro Wertberichtigungen aus den ersten neun Monaten. 2013 hatte Eon noch 2,1 Milliarden Euro Überschuss erreicht. Das Unternehmen legt am Mittwoch (11. März) seine Jahresbilanz vor.

Eon prüfe die Stilllegung eines mit drei kommunalen Versorgern gemeinsam betriebenen Gaskraftwerks im bayerischen Irsching, bestätigte ein Sprecher einen entsprechenden ARD-Bericht.

Das Kraftwerk hat zusammen mit einem weiteren, reinen Eon-Block insgesamt 1,4 Gigawatt Leistung und gilt als eine der modernsten Anlagen in Europa. Eine Abschaltung könnte Probleme für die Versorgung Bayerns bringen. Die notwendige Genehmigung durch die Bundesnetzagentur gilt deshalb als unwahrscheinlich.

Außerdem sollen die Düsseldorfer einen möglichen Verkauf ihrer Gasförderung in der Nordsee vorantreiben. Das Unternehmen habe die Investmentbanker der Bank of America damit beauftragt, bei dem anstehenden Prozess beratend tätig zu werden, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise berichtet. Der Verkauf könnte Eon rund zwei Milliarden Euro bringen. Eon lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Der Konzern leidet wie viele andere Versorger unter den Folgen der Energiewende. Denn die Stromproduktion in konventionellen Großkraftwerken wird immer unrentabler, weil immer mehr subventionierter Ökostrom in den Markt fließt und die Großhandelspreise für Strom verfallen. Viele konventionelle Anlagen sind deshalb kaum noch ausgelastet und müssen abgeschrieben werden.

Eon hatte Ende November angekündigt, sich als Reaktion auf die Energiewende 2016 aufspalten und dabei den gesamten Teil mit Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken in eine neue Gesellschaft ausgliedern zu wollen. Der Hauptkonzern will sich künftig auf Geschäfte wie Ökostrom, Energienetze und den Vertrieb konzentrieren.

Mit den Abschreibungen zahlt Eon auch die Zeche für misslungene Investments im Ausland. So dürften beim Verkauf des Spanien-Geschäfts Ende 2014 ebenso wie bei der Trennung von Aktivitäten in Italien Verluste aufgelaufen sein. Hinzu kommen der Verfall des Rubels, der das wichtige Russland-Geschäft belastet, sowie der niedrige Ölpreis.

Auch wegen des Wegfalls der Beiträge von anderen verkauften Unternehmensteilen dürfte der Umsatz von Eon im vergangenen Jahr um rund vier Prozent auf knapp 118 Milliarden Euro gesunken sein, wie von Bloomberg befragte Analysten schätzen. Der operative Gewinn dürfte demnach um fast zehn Prozent auf 8,4 Milliarden Euro fallen.

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