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Arbeitsmarktstatistik in Gefahr Flüchtlinge bekommen eigene Kategorie

90 Prozent der Flüchtlinge sind zunächst auf Hartz IV angewiesen, sagt die Bundesagentur für Arbeit. Die blendenden Arbeitsmarktzahlen soll das nicht verderben - daher wird die Statistik angepasst.

Die Bundesregierung will zum Jahreswechsel die technischen Voraussetzungen schaffen, um Flüchtlinge getrennt in der Arbeitslosenstatistik auszuweisen. Das Arbeitsministerium bestätigte nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung, dass bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg die Vorbereitungen dafür liefen: "Die BA passt derzeit ihre EDV-Systeme dahingehend an, dass ab Anfang 2016 Informationen zum Aufenthaltsstatus von Kunden eingepflegt werden können."

Dem Blatt zufolge zielen die Anpassungen darauf ab, ab spätestens Mitte des Jahres die Zahl der Arbeitslosen mit und ohne Einbeziehung von Flüchtlingen vorlegen zu können.

Nach Angaben aus dem Oktober geht die BA davon aus, dass rund 90 Prozent der anerkannten Flüchtlinge zunächst auf Hartz IV angewiesen sein werden. Für 2016 erwartete die Agentur damals im Jahresschnitt rund 130.000 arbeitslose Flüchtlinge zusätzlich.

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Eine frühe Job-Förderung von Flüchtlingen soll daher künftig in allen deutschen Arbeitsagenturen zur Regel werden. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sollten entsprechend ausgebildete Asylbewerber ausgewählt und gezielt für den Arbeitsmarkt vorbereitet werden, hatte Bundesagentur-Vorstandsmitglied Raimund Becker am Mittwoch gesagt.

Arbeitslosenzahl auf niedrigstem Stand seit 1991

Die Flüchtlingsbetreuer in den Arbeitsagenturen sollten dabei von den Erfahrungen eines am Jahresende auslaufenden Pilotprojekts profitieren, dem in neun Städten erprobten Projekts "Early Intervention".

Im Zuge dieses Projekts sind bis heute rund 1000 Flüchtlinge gezielt gefördert worden. Davon hätten rund zehn Prozent in eine Arbeit oder Ausbildung vermittelt werden können, berichtete Becker. Rund 300 würden über das Projektende hinaus weiter betreut. 67 Asylbewerber hätten eine Arbeit gefunden, 27 eine Berufsausbildung begonnen.

Im November war die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit mehr als 24 Jahren gefallen. Die BA registrierte in diesem Monat 2,633 Millionen Menschen auf Jobsuche. Das waren 16.000 weniger als im Oktober und 84.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Behörde am Dienstag mit.

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