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Prognose für 2015 Russland fürchtet höchste Inflation seit Jahren

Moskau rechnet 2015 mit einem Preisanstieg von 12,9 Prozent. Bereits im Jahr zuvor lag die Inflationsrate sehr hoch. Der Finanzminister warnt: 2016 könnte ein "schwieriges Jahr" werden.

Der niedrige Ölpreis und die westlichen Sanktionen sorgen in Russland Prognosen zufolge für die höchste Inflation seit sieben Jahren. Das Statistikamt in Moskau rechne für 2015 mit einem Preisanstieg von 12,9 Prozent, dies sei der höchste Wert seit 2008 (13,3 Prozent), sagte ein Behördensprecher am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge. Bereits 2014 habe die Inflationsrate mit 11,4 Prozent sehr hoch gelegen. Zuvor betrug der Wert in Russland meist zwischen sechs und sieben Prozent. Für 2016 rechneten Experten in Moskau wieder mit einer Inflationsrate von etwa sieben Prozent, hieß es.

Weitere Haushaltskürzungen geplant

Nach Wirtschaftseinbruch und Rubel-Absturz im laufenden Jahr hat der russische Finanzminister Anton Siluanow seine Landsleute auch auf ein schwieriges Jahr 2016 eingeschworen: "Das kommende Jahr wird nicht einfach", sagte er am Mittwoch im Staatsfernsehen. "Die Preise für unsere wichtigsten Exporte könnten niedriger ausfallen als erwartet." Weitere Haushaltskürzungen und Privatisierungen seien vorbereitet und könnten umgesetzt werden, sollte der Ölpreis wie inzwischen befürchtet nicht steigen.

Die russische Wirtschaft ist wegen des Ölpreisverfalls und der internationalen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise in diesem Jahr um geschätzt 3,7 Prozent eingebrochen. Schon 2014 hatte der Rubel den schlimmsten Absturz seit 15 Jahren hingelegt. Am Mittwoch rutschte er auf seinen tiefsten Stand gegenüber dem Dollar in diesem Jahr. Um die staatliche Unterstützung für die betroffenen Branchen – vor allem Banken, das Baugewerbe und die Automobilindustrie – finanzieren zu können, hat der Staat schon erheblich Stellen in der Verwaltung abgebaut und im Gesundheitssektor gekürzt.

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