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iPhone und iPad von Apple Darum steigen die Preise nur in Deutschland

Apple hat zum Jahresbeginn die Preise für seine iPhones und iPads erhöht - aber nur in Deutschland. Hintergrund ist eine Verpflichtung der Smartphone-Hersteller aus dem Jahr 2014.

Apple hat zu Jahresbeginn die Preise für Smartphones und Tablet-Computer angehoben – aber nur in Deutschland. Hintergrund ist eine Einigung auf eine Urheberrechtsumlage, die der Konzern mit Sitz im kalifornischen Cupertino mit der Zentralstelle für private Überspielungsrechte ZPÜ erzielt hat.

In der ZPÜ haben sich verschiedene Verwertungsgesellschaften zusammengeschlossen, unter anderem die Gema, die VG Wort oder VG Bild-Kunst. Die Erlöse aus der Abgabe werden von den Verwertungsgesellschaften an die Künstler und Urheber weitergereicht.

Im Dezember 2014 waren der iPhone-Hersteller, Samsung und andere Unternehmen übereingekommen, fünf bis sieben Euro für jedes nach Deutschland importierte Smartphone oder Tablet zu zahlen. Das neue iPhone 6s der Basisversion kostet nun im Einzelhandel 744,95 Euro, im vergangenen Jahr waren es noch 739 Euro.

Apple gibt die neue Urheberrechtsabgabe damit direkt an den Kunden weiter. Durch die Umlage werden private Kopien von Liedern, Bildern und Texten abgegolten, die sich Nutzer von Inhalten auf ihre Geräte laden.

Branche will weg von einem festen Aufpreis

Markus Scheufele, Urheberrechtsexperte beim Branchenverband Bitkom, sagte der Deal umfasse Gebühren für mobile Geräte, die nach 2008 verkauft wurden. Für Tablets gilt das Jahr 2012. Langfristig wolle die Industrie jedoch von einem festen Aufpreis weg und dafür auf Abonnementdienste und Zahlmodelle setzen, bei denen Kunden nur für das aufkämen, was sie tatsächlich heruntergeladen hätten, sagte er.

Doch ZPÜ-Sprecher Jürgen Becker meinte, die Erfahrung habe gezeigt, dass Kunden immer Wege fänden, um Material zu kopieren, ohne dafür zu zahlen. Die Vorabumlage für mobile Geräte sei daher fairer.

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